Der Berner Sennenhund ist ein gutmütiger, sanfter Familienhund, der seine Leute nie im Stich lässt. Ursprünglich als Gebrauchshund für die Schweizer Hirten gezüchtet, ist er heute noch sehr selbstständig und wachsam, dabei aber niemals aggressiv.

Charakter und Haltung Berner Sennenhund

Freundlich, ausgeglichen, menschenbezogen und mit einer sehr hohen Reizschwelle: Es braucht schon einiges, bis der Berner Sennenhund es für nötig hält, einzugreifen. Er ist eher der stille Beobachter, der seine Schafe im Auge behält – oder eben die Kinder der Familie, denen er ein treuer Freund und Beschützer ist. Der Berner Sennenhund ist ein zuverlässiger Wach- und Hütehund, der bei aller Wachsamkeit aber Menschen gegenüber nicht überreagiert. Ihm liegt es in den Genen, selbst zu entscheiden, was gerade das Beste ist und er folgt Kommandos gern, wenn er sie versteht. Andernfalls kann er ein echter Dickschädel sein. Mit liebevoller, konsequenter Erziehung ist das aber kein Problem.

Am liebsten ist der Berner Sennenhund draußen unterwegs. Sein dickes Fell mit reichlich Unterwolle lässt ihn im Haus schnell schwitzen und schon seine Größe verlangt nach viel Raum. Für die Wohnungshaltung eignet sich der Hund auf keinen Fall. Er braucht mindestens einen großen Garten, in dem er sich frei bewegen kann. Besonders wohl fühlt sich der Berner Sennenhund auf dem Land, wenn er einen Hof bewachen und in der Umgebung herumstreunern darf. Keine Sorge, er kommt immer wieder zurück.

Haltung: Fellpflege ist wichtig

Das lange Fell des Berner Sennenhundes ist relativ pflegeaufwendig und muss regelmäßig gebürstet werden. Gerade im Sommer und in der Zeit des Fellwechsels, in der er stark haart, hilfst Du Deinem Hund damit sehr. Zwei- bis dreimal pro Woche musst Du mindestens die Bürste schwingen. Bei einem so dichten, langen Fell ist auch die tägliche Kontrolle auf Zecken und Flöhe sehr wichtig. Hundeshampoo und Badewanne sollten unter normalen Umständen nur sehr selten, etwa zweimal im Jahr, zum Einsatz kommen. Hat sich der Hund ausgiebig in einer Schlammpfütze gewälzt, darf er natürlich auch außer der Reihe ordentlich shampooniert werden.

SPIELE UND AKTIVITÄTEN MIT DEM BERNER SENNENHUND

Der Berner Sennenhund liebt lange Spaziergänge und Winter-Wanderungen, eignet sich aber nicht, um lange Strecken am Fahrrad mitzulaufen. Auch als Zughund macht der Berner eine gute Figur – immerhin haben Generationen seiner Vorfahren das ein Leben lang gemacht. Durch seine Gutmütigkeit und Intelligenz ist er ein hervorragender Rettungs- und Therapiehund, der auch in Altenheimen oder mit Kindern gut eingesetzt werden kann.

Auch wenn sein Image etwas anderes vermuten lässt: der Berner Sennenhund hat einen großen Bewegungsdrang und viel Freude an Hundesportarten wie Agility oder Dog Dancing.

BERNER SENNENHUND: FUTTER UND ERNÄHRUNG

Ein so großer Hund wie der Berner Sennenhund braucht reichlich hochwertiges Futter, denn er verbraucht viel Energie. Berner Sennenhunde fressen sehr gerne und man sollte im Auge behalten, wo sie ihre Nasen hineinstecken. Leckerlis, die sie als Belohnung beim Training bekommen, sollten von der täglichen Futterration abgezogen werden, damit sich kein Übergewicht einstellt.

Berner Sennenhunde sind nicht empfindlich und vertragen sowohl Nass- als auch Trockenfutter gut. Wichtig ist, dass es keinen Zucker oder künstliche Zusatzstoffe enthält. Jungtiere dürfen fünfmal am Tag fressen, ältere Hunde seltener, aber regelmäßig.

TYPISCHE KRANKHEITEN BEIM BERNER SENNENHUND

Hüftgelenks- oder Ellbogendysplasie kommt bei Berner Sennenhunden häufig vor. Mit Bewegung und ausgewogener Ernährung kannst Du diesen Beschwerden vorbeugen, ausschließen kannst Du sie aber nicht. Wichtig ist auch, dass Welpen in den ersten 18 Lebensmonaten keine Treppen steigen. Viele Berner Sennenhunde sind außerdem anfällig für Krebs und Nierenprobleme.

FÜR WEN EIGNET SICH EIN BERNER SENNENHUND?

Der gutmütige und geduldige Berner Sennenhund eignet sich für alle, die ihm viel Platz und Bewegungsfreiheit bieten können. Der Berner braucht den Familienanschluss zum Glücklichsein und kommt auch mit Kindern sehr gut aus. Da er – Konsequenz und der Besuch einer Hundeschule vorausgesetzt – leicht zu erziehen ist, eignet er sich auch als Anfängerhund. Wichtig ist nur, dass er viel Ansprache und Beschäftigung bekommt. Lassen Sie sich von seiner Größe nicht täuschen, der Berner ist zu beachtlichen Leistungen fähig!