Flohalarm im Winter: Was wirklich hilft

Draußen wird es immer kälter und so langsam möchten auch unsere Fellnasen kuscheln. Doch was hopst da aus dem Fell? Ein Floh! Auch den kleinen Krabbeltierchen ist es draußen zu kalt und sie suchen sich ein warmes Plätzchen, gern im kuscheligen Fell von Hunden und Katzen. Doch es gibt einige Maßnahmen, die Du ergreifen kannst, damit Dein Zuhause und Deine Fellnase flohfrei bleiben.

Flöhe sind – genau wie wir Menschen – gern dort, wo es schön kuschelig warm ist. Wenn es draußen schneit und lange kalt ist, können sie nicht überleben. Also machen sie sich im Spätherbst auf die Suche nach einem warmen Plätzchen. Da kommt die Katze auf Raubzug und der Hund beim Gassigehen genau recht, denn im warmen Fell lässt es sich aushalten. In den letzten warmen Wochen und Tagen des Jahres haben Flöhe Hochsaison. Doch nicht nur das Fell von Hunden und Katzen ist bei Flöhen sehr beliebt, auch Kissen, Decken, Teppiche und Sofaritzen finden die kleinen Tierchen ziemlich gemütlich. Zudem produzieren Flöhe in ihren Winterquartieren auch reichlich Nachwuchs, sodass aus ein paar Flöhen schnell eine Plage werden kann. Du kannst aber ein paar Maßnahmen ergreifen, damit die lästigen Tiere gar nicht erst Einzug in Dein Zuhause finden.

Vorbeugung und Schutz gegen Flöhe

Der beste Schutz gegen Flöhe ist die Vorbeugung. Spreche mit Deinem Tierarzt über Möglichkeiten wie Spot-on-Präparate, Flohpuder oder ein Flohhalsband. Achtung bei Freigängerkatzen: Halsbänder sind für freilaufende Samtpfoten nicht geeignet, da die Katze an Ästen oder Ähnlichem hängenbleiben kann. Im schlimmsten Fall führt das zur Strangulation. Die Wirkungsweisen der Anti-Floh-Präparate sind meistens alle ähnlich: das Tier stirbt, sobald es Kontakt mit der Haut von Hund oder Katze hatte. Einige Produkte töten die Flöhe sogar bei Kontakt mit dem Blut eines besiedelten Tieres. Die Flöhe können dann keine Eier im Fell ablegen und sich auch nicht vermehren. Und wenn Deine Fellnase keine Flöhe hat, brauchst Du auch keine Angst vor ungebetenen Gästen bei Dir zu Hause zu haben.

Maßnahmen bei Flohbefall

Wenn alle vorbeugenden Maßnahmen nicht geholfen haben oder zu spät angewendet wurden, hilft oft nur ein Besuch beim Tierarzt. Wenn sich Hund oder Katze ständig kratzt und beißt, kannst Du ziemlich sicher sein, dass es sich um Flohbefall handelt. Fallen zudem noch kleine schwarze Krümel aus dem Fell, hat sich eine Flohfamilie eingenistet. Die kleinen Krümel sind übrigens Flohkot. Nun brauchst Du eine effektive Maßnahme gegen die weitere Ausbreitung bei Deinem vierbeinigen Freund. Dein Tierarzt wird Dir entweder Tabletten oder ein Spot-on-Produkt empfehlen. Hast Du kleine Kinder im Haus sind Tabletten die bessere Wahl, denn beim Kuscheln oder Spielen könnten Kinder in Kontakt mit dem Anti-Floh-Mittel kommen und es über den Mund oder die Schleimhäute aufnehmen. Hast Du noch andere Haustiere, egal ob mit Fell oder Federn, müssen diese auch mitbehandelt werden. Flöhe neigen nämlich dazu, einfach ihren Wirt zu wechseln und sich auf einem anderen Tier auszubreiten. Du darfst aber keinesfalls ein Mittel bei allen Haustieren anwenden. Dein Tierarzt wird Dir für jedes Haustier ein spezielles Präparat empfehlen. Halte Dich unbedingt an diese Empfehlung, denn nicht jedes Mittel kann bei jedem Tier angewendet werden.

Flohfreie Wohnung

Sind alle Haustiere behandelt, musst Du nun Deine Wohnung behandeln. Es ist gut möglich, dass die Flöhe ihre Eier und Larven in Deiner Wohnung verteilt haben. Wenn Du das nicht tust, wirst Du bald Deinen eigenen Flohzirkus zu Hause haben. Und sobald die Flöhe vollständig entwickelt sind, springen sie erneut auf Deine Haustiere und Du kannst mit der Behandlung von vorne beginnen. Doch was kannst Du tun? Zuerst ist ein sehr gründlicher Hausputz fällig, besonders dort, wo Deine Haustiere gerne liegen, schlafen, essen und toben. Gründliches Staubsaugen und Wischen, am besten mit einem Dampfreiniger, sorgt dafür, dass ein Großteil der Tiere entfernt wird. Vergiss dabei nicht die Ritzen und Schlitze, der benutzte Staubsaugerbeutel sollte sofort draußen in der Mülltonne landen. Nun sind Kissen, Decken und Polster dran: alles was in die Waschmaschine kann, sollte gewaschen werden. Nach Möglichkeit mit hohen Temperaturen. Zuletzt solltest Du ein spezielles Flohspray sehr großzügig in allen Räumen verteilen. Es tötet die abgelegten Flohlarven. Achte darauf, dass keine Tiere und Kinder im Raum sind, wenn Du das Spray verteilst, lüfte anschließend gründlich. Zwar sind die Inhaltsstoffe solcher Sprays nicht gesundheitsschädlich, dennoch schadet ausgiebiges Lüften sicher nicht. 

Flöhe loswerden pin

Flöhe im Winter

Ist der Hausputz getan und alle Fellnasen behandelt, kannst Du wieder bedenkenlos mit ihnen kuscheln, schmusen und spielen. Alle Flöhe sind entfernt und kommen auch nicht wieder, sofern Du künftig auf eine gute Vorbeugung achtest.

Julia Schürer

Ich schreibe, lebe und liebe zusammen mit Ehemann Gregor, Sohn Paul und Dackel Igor in München. Seit April 2018 kümmere ich als Redaktionsleitung um mein zweites Haustier; schlappohr.de. Ich bin für die inhaltliche Planung, das Layout und die Weiterentwicklung von "Schlappi" verantwortlich. Natürlich schreibe ich auch gerne über meine persönlichen Erfahrungen als Hundebesitzerin und recherchiere als Expertin rund um die Themen Hund, Katze und Nagetiere.