Zahnpflege bei Katzen: Worauf Du achten solltest

DONNERSTAG, 29.11.2018 Julia Weinzierler

Zahnpflege bei Katzen ist enorm wichtig, denn Karies und Parodontose führen auch bei Katzen zu schlimmen Zahnschmerzen. Du hast bestimmt schon oft die Zähne Deiner Katze gesehen. Gesunde Zähne sind für Deine Katze unerlässlich, denn leidet das Tier unter Zahnschmerzen, kann es nicht fressen. Soll Deine Samtpfote lange kraftvoll zubeißen, dann ist die richtige Zahnpflege bei der Katze unumgänglich.

Eine ausgewachsene Katze hat 30 Zähne, wobei sie ähnlich wie Menschen mit Milchzähnen ins Leben startet. Aus den 26 Milchzähnen werden im dritten bis sechsten Lebensmonat des Stubentigers sodann Erwachsenenzähne, die ein Leben lang halten müssen. Besonders charakteristisch sind die Fangzähne, mit denen Katzen ihre Beute packen und töten können.

Probleme bei den Katzenzähnen

Im Grunde genommen sind die Probleme, die Katzen mit ihren Zähnen bekommen können, die gleichen wie sie Menschen auch bekommen können. So sind auch Katzen nicht vor einer  Zahnfleischentzündungen gefeit und auch Zahnstein oder Karies sind mögliche Erkrankungen im Mundraum Deines Stubentigers. Diese Zahnprobleme haben die gleichen Ursachen wie beim Menschen: Speisereste bleiben in den Zahnzwischenräumen stecken und verhärten sich etwa zu Zahnstein.

Daher ist auch bei Katzen eine gründliche Zahnhygiene wichtig. Anderenfalls können diese bekannten Zahnprobleme akut werden. Im schlimmsten Fall kommt es zu Zahnfehlstellungen oder etwa einem totalen Funktionsverlust des Gebisses. Während Menschen jedoch dem Zahnstein mit Zahnbürste, Zahnseide und Arztbesuchen den Kampf ansagen können, musst Du Deine Katze bei der Zahnreinigung unterstützen. Doch wie geht das?

So pflegst Du die Zähne Deiner Katze

Der erste Schritt zur richtigen Zahnpflege ist so einfach wie effektiv: Neben dem Nassfutter sollte Deine Katze immer auch Trockenfutter zwischen die Zähne bekommen. Denn durch die groben Bröckchen löst sich ein Großteil des Zahnbelages von alleine. Mit Trockenfutter schlägst Du zudem mehrere Fliegen mit einer Klatsche – denn es trainiert obendrein die Muskulatur und massiert das Zahnfleisch.

Eine weitere Möglichkeit ist, dem Tier nicht zu oft Futter zu geben. Katzenzähne reinigen sich selbst – aber nur, wenn sie Zeit dafür bekommen. Dieser Mechanismus, der über den Speichel angetrieben wird, braucht seine Zeit. Bei jeder neuen Futtergabe startet auch der Reinigungsprozess wieder bei Null. Daher solltest Du genug Zeit zwischen den Mahlzeiten lassen, sodass sich die Zähne reinigen können.

Ran an die Bürste

Dazu kann für eine gute Hygiene das Gebiss der Katze auch geputzt werden. Bei einer ausgewachsenen Samtpfote wird die Gewöhnung an eine Zahnbürste nur äußerst schwierig bis gar nicht machbar sein. Daher solltest Du schon früh an die Zähne Deines Haustieres denken und die Katze schon in sehr jungen Jahren spielerisch Schritt für Schritt an das Zähneputzen gewöhnen. Im Fachhandel gibt es spezielle Zahnbürsten für Katzen, Dein Tierarzt berät Dich ausführlich, was Du beim Einsatz beachten musst.

Bei dieser intensiven Hygiene kannst Du Dir recht sicher sein, dass die Zähne Deines Stubentigers auch lange einen guten Dienst machen werden. Generell muss aber nicht jede Katze diese Prozedur des Zähneputzens über sich ergehen lassen. Nur bei bestimmten Zahnproblemen ist das Zähneputzen unumgänglich. Wenn Du etwa Zahnbelag schon frühzeitig entdeckst, kann der Griff zur Zahnbürste helfen, Zahnstein effektiv vorzubeugen.

Selbst wenn Du Deinem Haustier fleißig das Gebiss sauber hältst, kann Zahnstein nie komplett ausgeschlossen werden. Dieser ist jedoch von außen oftmals nicht leicht zu erkennen, daher solltest Du stets gut auf Dein Tier und die richtige Fütterung achten.

Wann muss man zum Arzt?

Wenn Dein Haustier Probleme mit den Zähnen hat, wird sich dies auf kurz oder lang bemerkbar machen. Im ersten Schritt solltest Du immer das Essverhalten Deiner Katze beobachten. Verweigert diese von heute auf morgen das Trockenfutter, kann dies ein Indiz auf Zahnschmerzen sein. Auch Mundgeruch, Rötungen im Maulbereich, Verfärbungen der Zähne und vermehrter Speichelfluss können auf Zahn(fleisch)probleme hindeuten.

Falls Dir Veränderungen im Maulbereich Deines tierischen Begleiters auffallen, gilt wie immer: lieber einmal zu oft zum Tierarzt als einmal zu selten. Nur dieser kann beurteilen, ob eine Behandlung erforderlich ist. Besonders problematisch ist der mit dem Alter auftretende Zahnfleischschwund, der auf lange Sicht zu Zahnausfall führen kann und daher beobachtet werden sollte. Unter Narkose kann der Tierarzt dann die entsprechenden Schritte einleiten, um die Zähne Deiner Katze zu retten.

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Zahnpflege bei Katzen schützt vor Karies und Paradentose 

Zahnpflege ist wichtig – auch für Deine Katze!

Auch für Deinen samtpfotigen Begleiter ist Zahnhygiene sehr wichtig, um die Funktionalität des Gebisses sicherzustellen. Gerade wenn Du ein junges Kätzchen hast, kannst Du dieses spielerisch an Zahnbürste und Co. gewöhnen, während erwachsene Katzen sich in Sachen Zahnhygiene strikt weigern könnten. Aber keine Sorge: Mit der richtigen Ernährung kannst Du einige Risikofaktoren minimieren. Sicher ist Deine Katze dennoch nie vor Zahnstein oder Zahnverlust. Daher solltest Du das Gebiss Deiner Samtpfote regelmäßig unter die Lupe nehmen und bei Auffälligkeiten unbedingt einen Tierarzt aufsuchen.

Julia Weinzierler