Rasseportrait: Sibirische Katze

SONNTAG, 03.03.2019 Julia Weinzierler

Man sieht ihr ihre Herkunft wahrlich an: Die Sibirische Katze überzeugt mit einem dichten und wunderschönen Fellkleid, dass sie auch durch die harten sibirischen Winter bringt. Lange war das schöne Tier nur innerhalb der Grenzen Russlands bekannt, gelangte aber über die ehemalige DDR immer weiter in westliche Sphären. Schnell wurde die Katzenrasse hier beliebt – auch wenn sie das dichte Fell in diesen Gefilden wohl kaum braucht.

Charakter und Haltung Sibirische Katze

Eine Sibirische Katze ist definitiv ein stattliches Tier. Doch das macht die Samtpfote nicht weniger sozial. So hat sie gerne Menschen um sich herum und auch andere Artgenossen bieten ihr anregende Gesellschaft. Gleichzeitig ist die Sibirische Katze aber ein richtiger Entdecker und erkundet dementsprechend liebend gern ihre Umgebung und ist äußerst interessiert am Geschehen um sich herum. Sich selbst beschäftigen kann das gute Tier folglich gut – und das tut es gerne draußen auf Erkundungsgängen.

Die Sibirische Katze ist ein glücklicher Freigänger, der durchaus Platz und Bewegung benötigt. Wenn sie es aber nie anders kennengelernt hat, kannst Du das schöne Tier natürlich auch in der Wohnung halten. Allerdings solltest Du genug räumliche Möglichkeiten haben, denn die Sibirische Katze ist nicht nur relativ groß, sondern braucht auch Freiraum für ihre Streifgänge. Gerade als Hauskatze solltest Du außerdem überlegen, ihr eine andere Samtpfote an die Seite zu stellen, da sie sonst schnell vereinsamt.

Bei Betrachtung des dichten und langen Fells dürfte einigen Katzenhaltern mulmig zumute werden. Doch tatsächlich sind diese Bedenken unbegründet: Die Waldkatze hat ein absolut pflegeleichtes Fell und kann sich den größten Teil des Jahres selbst um die Pflege kümmern. Auf das Bürsten solltest Du aber natürlich nicht verzichten – vor allem in der Zeit des Fellwechsels musst Du dann doch sehr regelmäßig und kontinuierlich Hand anlegen. Im Sommer reicht es dafür, einmal in die Woche zur Bürste zu greifen.

Spiele und Aktivitäten mit der Sibirischen Katze

Eine Sibirische Katze ist der geborene Jäger. Schon in ihren Anfängen in Russland haben sie die Menschen geschätzt – denn sie war ein effektiver Beschützer vor Mäusen und anderem Ungeziefer. Auch im Klettern erlangt sie Bestnoten, ihr Bewegungsdrang scheint unermüdlich. Gerade wenn Du die Sibirische Katze als Hauskatze halten möchtest, solltest Du drinnen für ein spannendes und abwechslungsreiches Beschäftigungsprogramm in Form von Spielen sorgen. Alles was sie jagen oder fangen kann bereitet ihr große Freude. Auch ein Kletterparcour kommt ihrem Bewegungsdrang entgegen.

Eine kleine Besonderheit hat die Sibirische Katze in petto, wenn es um ihre große Liebe zu Wasser geht. Während andere Artgenossen das kühle Nass tunlichst vermeiden, zieht es Sibirische Katzen förmlich an. Aber Achtung: Beim Spielen mit Wasser kann es durchaus mal nass werden! Einen großen Vorteil hat diese Wasserliebe: manchmal reicht schon ein tropfender Wasserhahn aus, die schöne Katze für Stunden in den Bann zu ziehen.

Doch jegliche Spiele und Beschäftigungsmöglichkeiten können die Nähe zum Menschen und anderen Tieren nicht ersetzen. Eine Sibirische Katze sehnt sich nach sozialer Aufmerksamkeit und kann, wenn von Kindesbeinen an Menschen gewöhnt, zu einem wahren Schmusetiger werden. Und noch mehr: Die Sibirische Katze kann Streicheleinheiten durchaus aufdringlich einfordern.

Sibirische Katze: Futter und Ernährung

Eine besondere Diät muss bei einer Sibirischen Katze nicht eingehalten werden. Wie bei allen anderen Tieren ist es aber dennoch wichtig, sich um das Futter ausreichend Gedanken zu machen. Nur mit einer ausgewogenen und gesunden Ernährung kannst Du Deiner Katze ein langes und glückliches Leben ermöglichen. Generell neigt die Katze aber durch ihren großen Bewegungsdrang nicht zu Übergewicht oder anderen Problemen.

Typische Krankheiten der Sibirischen Katze

Wie der Name schon sagt, kommt die Sibirische Katze aus einer sehr kalten Ecke der Welt und hat sich als sehr robust gegenüber Krankheiten erwiesen. Für sie selbst sind keine erblichen Krankheiten bekannt. Lediglich durch das Kreuzen mit anderen Rassen finden sie ihren Weg in den Genpool der stattlichen Katze. Als natürliche Katzenrasse ist sie ohne menschliches Zutun entstanden und durfte sich frei von Eingriffen entwickeln – eine Prozedur, die sie wohl gestärkt hat.

Für wen eignet sich eine Sibirische Katze

Die Sibirische Katze ist die perfekte Mischung aus wildem Tier und anhänglichem Familienmitglied. So eignet sie sich für all diejenigen, die täglich genug Zeit für Beschäftigung und Zuneigung haben. Einschränkungen in Sachen andere Mitbewohner gibt es eigentlich nicht – die soziale Samtpfote versteht sich auch mit Kindern und anderen Tieren. Die naturverbundene Katze hat einen hohen Bewegungsdrang und eine Sehnsucht nach draußen und fühlt sich auf Erkundungsgängen in der Natur sehr wohl.

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Sibirische Katze – Steckbrief

  • Name: Sibirische Katze (Sibirskaja Koschka)
  • Fifé-Gruppe: 2
  • Größe: Länge bis zu 120 cm
  • Gewicht: Katze 3-6 kg | Kater: 4,5-8 kg
  • Lebenserwartung: 13-18 Jahre
  • Charakter: sozial, freundlich, menschenbezogen
  • Bedürfnisse: viel Bewegung, Aufmerksamkeit
  • Krankheiten: keine erblichen Krankheiten bekannt
  • Katzenerfahrung: für Anfänger geeignet

Julia Weinzierler