Rasseportrait: Maine Coon

"Mein Gott, ist das eine riesige Katze“, geht wohl den meisten Menschen durch den Kopf, wenn sie zum ersten Mal eine ausgewachsene Maine Coon zu Gesicht bekommen. Ich muss zugeben: Mir erging es nicht anders. Als Achtjährige stand ich zum ersten Mal dem sanften Riesen unserer frisch eingezogenen Nachbarin gegenüber – und seitdem hat mich diese Katzenrasse unwiderruflich in ihren Bann gezogen. Dir geht es genauso? Dann erfahre in unserem Rasseportrait alles Wichtige zu dieser ganz besonderen Katze.

Charakter und Haltung Maine Coon

Der genaue Ursprung der Maine-Coon-Katze ist genauso undurchdringlich wie ihr ruhiger Blick. Von berühmten Kapitänen, welche die Katze bei der Überfahrt nach Amerika mitgebracht haben sollen, bis zurück zu den Wikingern ranken sich die Ursprungslegenden dieser Katzenrasse. Das einzige, was wirklich sicher ist: Bereits in den 1850ern tauchte die Maine Coon auf Landwirtschaftsmessen in Nordamerika auf. Damals wurde sie noch „Maine Katze“ genannt und gewann den Titel „Maine State Champion Cat“. Der Beinamen „Coon“ wurde vom englischen coon von racoon (Deutsch: „Waschbär“) abgeleitet. Durch ihren buschigen Schwanz und die oft dunklen Pfoten sahen die Menschen eine große Ähnlichkeit zwischen den beiden sonst sehr unterschiedlichen Tieren.

Doch es gibt noch einen weiteren Namen, den die Maine Coon trägt: „Hundkatze“. Dieser bezieht sich vor allem auf den intelligenten, verspielten und anhänglichen Charakter der Katzenrasse. Wusstest Du, dass die plüschige Samtpfote sogar dazu in der Lage ist, das Apportieren zu lernen? Der ausgeprägte Spieltrieb bleibt ihr dabei bis ins hohe Alter erhalten. Gegenüber Artgenossen verhält sich eine Maine Coon in der Regel sehr sozial – kein Wunder, ist die Rasse auch für ihre Kontaktfreudigkeit bekannt. Außerdem gilt sie als besonders gesprächiger Stubentiger, der gleichzeitig eine für seine Größe erstaunlich sanfte Stimme besitzt. Eine Maine Coon macht ihrem Ruf als „sanfter Riese“ eben alle Ehre.

Ein Coonie liebt es dabei, auf ausgiebige Entdeckungstouren zu gehen. Ein großer Garten oder eine ungestörte Umgebung abseits von gefährlichen Straßen wären darum ideal. Glück für die Schönheit unserer Nachbarin, dass sich ihre Besitzerin damals auf einem Bauernhof mit schier endlosen Katzen-Weiten niedergelassen hatte. Durch ihr dickes Fell hält eine Maine Coon außerdem auch europäische Winter ohne größere Probleme aus – doch ihr schönes Fell benötigt gleichzeitig regelmäßige Pflege. Möchtest Du eine Maine Coon als Wohnungskatze halten, solltest Du sicherstellen, dass sie genügend Wohnfläche mit ausreichend Spielmöglichkeiten und einem robusten Kratzbaum hat. Nicht vergessen: Diese Katze ist größer und damit auch schwerer als andere.

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Maine Coon - Steckbrief

Name: Maine Coon (Maine Cat)

Rassetyp: Halblanghaarkatze

Größe: bis 40 cm (Schulterhöhe)

Gewicht: Kater: 5,5 kg - 9 kg, Katze: 4 kg – 6,5 kg

Lebenserwartung: ca. 12 bis 15 Jahre

Charakter: gesellig, intelligent, anhänglich

Bedürfnisse: braucht viel Auslauf und Unterhaltung

Krankheiten: Herzmuskelschwäche (hypertrophe Kardiomypathie), Gelenkprobleme (Hüftgelenkdysplasie), Nierenerkrankungen (polyzystische Nierenerkrankung)

Katzenerfahrung: für Katzenanfänger geeignet