Meine Katze lässt mich nicht schlafen - was tun?

DONNERSTAG, 22.03.2018

Zur Morgen- und Abenddämmerung haben Katzen ihre aktivste Phase. Dann würde sich die Jagd für unsere Stubentiger nämlich am meisten lohnen. Leider passt ihr Tag- und Nacht-Rhythmus nicht gerade gut mit unserem zusammen. Viele Haustierbesitzer beklagen sich über gestörte Nachtruhe durch lautes Miauen. Doch es gibt einige Tipps, die euch wieder besser schlafen lassen.

1. Die Katze an euren Schlafrhythmus anpassen

Schläft eure Katze den ganzen Tag über im Wäschekorb oder auf dem Sofa? Dann ist es kein Wunder, dass sie in der Nacht hochaktiv ist und euch wach hält. Sorgt also dafür, dass sie sich euren Aktiv-Phasen anpasst. Spielt tagsüber mit ihr, so dass sich ihre Schlafphasen immer mehr auf die Nacht verschieben. Informiert euch über Aktivitätsspielzeug, das eure Katze auch wenn ihr weg seid auf Trab hält. Besonders am Abend solltet ihr alles dafür tun, dass sie sich so richtig auspowert. Danach gibt es etwas zu Essen. Vergesst nicht, auch für die Nacht etwas Futter bereitzustellen - sonst ist vorprogrammiert, dass euch eure Katze aufwecken wird!

2. Nächtliche Aktivität akzeptieren

Bei allen Versuchen, eure Katze an euren Schlafrhythmus anzupassen, muss klar sein: Sie ist und bleibt eine Katze und hat ihre eigenen Bedürfnisse, die es zu akzeptieren gilt. Denn euer Stubentiger kann nicht immer die ganze Nacht durchschlafen. Für ihn ist es normal, zwischendurch aufzustehen, zu trinken und vielleicht auch zu spielen.

3. Sorgt für Gesellschaft

Muss eure Katze immer in der Wohnung bleiben? Gegen ihre nächtliche Einsamkeit und Langeweile würde eine zweite Katze helfen. Was es bei der Gewöhnung an die zweite Katze zu beachten gibt, könnt ihr hier nachlesen. Sind die beiden erst einmal aneinander gewöhnt, werden sie sich (hoffentlich) eher miteinander beschäftigen, als euch aus Langeweile aufzuwecken.

4. Nächtliche Störungen ignorieren

Jemanden zu ignorieren, den man liebt - das ist nicht gerade einfach. Doch viele Katzen übertreiben es leider etwas mit ihrem nächtlichen Geräuschpegel. Solltet ihr obige Punkte bereits beachtet haben und trotzdem durch lautes Miauen oder Kratzen an der Tür aufgeweckt werden, müsst ihr hart bleiben. Nur wenn ihr dauerhaft nächtliches Kratzen und Miauen ignoriert, prägt sich euer Stubentiger ein, dass es sich nicht lohnt. Schimpfen ist übrigens wenig hilfreich. Denn damit hat die Katze ja auf gewisse Weise das erreicht, was sie wollte: Eine Reaktion.

5. Trotzdem wachsam bleiben

Konsequentes Ignorieren bringt leider auch ein großes Dilemma mit sich. Was, wenn eure Katze kratzt oder miaut, weil sie sich verletzt hat oder krank ist? Für dieses Problem gibt es leider keine hundertprozentige Lösung. Hier ist eure Einschätzung gefragt, denn ihr kennt euer Tier am besten. Wenn es sich für gewöhnlich kaum meldet, dann hört auf euer Bauchgefühl und schaut nach, ob alles in Ordnung ist.

6. Katzenklappe oder nächtliches Freigang-Verbot

Aus Sicht der Katze ist es natürlich besonders schön, ihren natürlichen Rhythmus ausleben zu können - und das in freier Natur! Wenn ihr euren Freigänger daran gewöhnt habt, dass sich nächtliches Kratzen an der Schlafzimmertür oder Miauen nicht lohnt, könnte es ein harmonisches Zusammenleben geben. Dann hätte sich der Mensch daran gewöhnt, dass die Katze tagsüber meistens döst und nachts aktiv ist - und die Katze, dass sie nur tagsüber auf die Gesellschaft “ihrer” Menschen zählen kann. Leider geht das trotz Katzenklappe nicht immer so glatt, wie erhofft. Wenn ihr euren Freigänger an euren Rhythmus anpassen wollt, muss es dann ein nächtliches Ausgeh-Verbot geben, das immer zur selben Zeit umgesetzt wird.

7. Kastration

Ist eine Katze in der Nachbarschaft rollig und euer Kater unkastriert? Dann ist nächtliches Miauen vorprogrammiert. Sexualhormone führen bei Katzen zu erhöhter Unruhe und diversen Lauten wie Miauen, Gurren und Schreien. Um den richtigen Zeitpunkt für die Kastration eurer Katze bzw. eures Katers zu bestimmen, solltet ihr einen Tierarzt aufsuchen.

Eurer Katze das nächtliche Miauen “heimzuzahlen”, lohnt sich übrigens nicht. Einige von nächtlichen Aufweckaktionen durch ihre Katze gepeinigte Haustierbesitzer fanden ein entsprechendes Video auf YouTube allerdings ziemlich lustig: