Katzenhaare: 3 Tipps, um eure Wohnung sauberzuhalten

DIENSTAG, 27.02.2018

Obwohl Katzen eigentlich sehr reinliche Tiere sind, kann es zu Zeiten des Fellwechsels ziemlich wild in der Wohnung aussehen. Bei Wohnungskatzen beschränkt sich die haarige Angelegenheit manchmal gar nicht mehr auf den üblichen Zyklus von Frühjahr- und Herbstfellwechsel, da sie ganzjährig gleichen Temperaturen ausgesetzt sind. Eurer Wohnung und vor allem eurer Katze zuliebe solltet ihr deshalb einige Dinge beachten.

1. Warum sich Bürsten lohnt

Die meisten Katzen pflegen ihr Fell täglich. Mit ihrer rauen Zunge erwischen sie auch zahlreiche lose Haare, die dann in ihrem Magen landen. Besonders bei Wohnungskatzen und Langhaarkatzen wird das aufgrund der Menge der aufgenommenen Haare zum Problem. Denn neben regelmäßigem Erbrechen von Haarballen kann es auch zu ernsthaften Komplikationen wie Darmverschluss kommen. Mit dem Bürsten eurer Katze verhindert ihr also nicht nur, dass eure Wohnung wie ein haariges Schlachtfeld aussieht - ihr tragt auch zur Gesundheit eures Stubentigers bei. Viele Katzen genießen es regelrecht, von Herrchen oder Frauchen diese außergewöhnliche “Streicheleinheit” zu bekommen. So hat das Bürsten auch eine positive Wirkung auf die Beziehung von Mensch und Tier.

2. Tipps zur Vorgehensweise

Was beim Streicheln gilt, gilt auch für das Bürsten: Am Besten streicht ihr also immer so am Körper entlang, wie die Haare gewachsen sind. Streicheln gegen die Wuchsrichtung empfinden Katzen meist als unangenehm. Leider reagieren einige Katzen zunächst wenig erfreut über das “seltsame” neue Ding, das durch ihr Fell streicht. Damit es trotzdem klappt, solltet ihr die Bürst-Aktion erst dann in Angriff nehmen, wenn eure Katze gerade Lust auf Kuscheln hat. Auch Leckerlis können als Ablenkung hilfreich sein, um sie währenddessen zu bürsten. Apropos Leckerlis: Freigängerkatzen essen übrigens oft frische Pflanzen und Gras, um beim Fellwechsel das Ausscheiden der Haarballen zu erleichtern. Wenn ihr für eure Wohnungskatzen Gras besorgen wollt, solltet ihr aber darauf achten, dass es nicht scharfkantig ist. Alternativ gibt es auch spezielle Malzpasten, die bei der Verdauung helfen.

3. Welche Bürste ist die Richtige?

Welche Bürste oder welcher Kamm für eure Katze am Besten ist, könnt ihr in einem Tierfachgeschäft erfragen. Online-Anbieter bieten in der Regel aber auch ausreichende Angaben darüber, für welche Körpergröße bzw. für welches Fell ihr Produkt geeignet ist. Spezialbürsten wie beispielsweise der “Furminator” erfreuen sich großer Beliebtheit, da ihre Metallzinken im Vergleich zu herkömmlichen Kämmen besonders effektiv sind. Um zu viel Haarverlust zu vermeiden solltet ihr mit solchen “DeShedding”-Werkzeugen aber bewusst umgehen. Oft reicht eine zweimalige Anwendung pro Woche völlig aus. Mit herkömmlichen Bürsten und Kämmen ist es übrigens kaum möglich, “zu viel” zu bürsten. Allerdings solltet ihr Verletzungsgefahren für eure Katze ausschließen, indem ihr keine Kämme mit scharfen Spitzen verwendet. Wenn sich eure Katze hartnäckig gegen Bürste und Kamm sträubt, könntet ihr es mit einem Fellpflege-Handschuh versuchen. Damit ist es noch einfacher, die Fellpflege mit Streicheln zu verbinden.

Eine Zusammenfassung seht ihr auch in unserem Schlappohr-Experten-Video von Tierarzt Dr. Rasso Mantel: