FREITAG, 18.01.2019 Lisa Hummel

Die Heilige Birma oder auch Birma-Katze ist eine besondere Züchtung. Vertreter dieser Rasse sind nicht nur schön und elegant, sondern auch noch liebevoll, anhänglich und sehr verschmust. Sie ist sehr pflegeleicht, nur bei der Fellpflege gibt es einiges zu beachten.

Charakter und Haltung Heilige Birma

Wo genau die Ursprünge der Heiligen Birma genau zu finden sind, ist nicht klar. Am wahrscheinlichsten gilt die Theorie, dass ein Mitglied der US-amerikanischen Unternehmerfamilie Vanderbilt zwei Katzen dieser Rasse aus dem Orient mitbrachte. Da der Kater des Katzenpaares leider verunglückte, wurde die Birma-Katze für die weitere Zucht in Europa vermutlich mit Siam- oder einer Kreuzung aus Perser- und Siamkatze gepaart.

Die systematische Züchtung der Birma begann in Frankreich am Anfang des 20. Jahrhunderts. Anerkannt wurde die Rasse im Jahr 1925. Im nachfolgenden Jahrzehnt gewann die faszinierende Rasse auch deutsche Züchter für sich.

Der Zweite Weltkrieg stoppte jedoch das Züchten und die Birma wäre beinahe ausgestorben. Nachdem der Krieg vorüber war, setzten Liebhaber ihre Arbeit fort. Seit 1955 gibt es nun einen gesicherten und stabilen Zuchtbestand in Frankreich.

Die Heilige Birma gilt als die „goldene Mitte“ zwischen Siam- und Perserkatzen. Vertreter dieser Rasse verfügen über ein sanftmütiges und zutrauliches Wesen. Sie sind sehr neugierig, lieben aber die Ruhe und suchen die Nähe zum Menschen – denn die mittelgroßen Katzen sind sehr anhänglich und schmusen gern.

Heilige Birma: Fellpflege und Haltung

Birmas haben halblanges Fell, aber nur wenig Unterwolle. Du solltest sie mindestens zweimal in der Woche bürsten und pflegen. Die Verfilzungs-Gefahr ist zwar relativ gering, doch beugst Du so Knäueln vor, die Du im schlimmsten Fall wegschneiden müsstest.

Außerdem steigerst Du so das Wohlbefinden Deines Stubentigers und stärkst die Bindung zwischen Euch beiden. Während des Fellwechsels solltest Du Deinen Liebling mit extra Bürst-Einheiten unterstützen.

Charakteristisch sind auch ihre blauen Augen und die Fellfärbung. Auf einem hellen Grundton des Fells zeichnen sich die Points ab. Das sind Partien in dunkleren Farben, die häufig am Kopfbereich auftreten. Dabei sind verschiedene Farben vertreten: Seal, Creme, Rot, Lilac, sowie Tortie- und Tabby-Zeichnungen. Besonders bezeichnend für die Rasse sind die weißen Pfoten, die als Handschuhe bezeichnet werden.

Abgesehen davon ist eine Heilige Birma recht leicht zufriedenzustellen. Die Tiere haben das ruheliebende und mäßig aktive Wesen der verwandten Perserkatze geerbt und sind daher gut als Wohnungskatzen geeignet. Du kannst sie problemlos allein zu Hause lassen, ohne dir Sorgen machen zu müssen, dass sie Unfug anstellt.

Allerdings solltest Du das nicht zu oft und zu lange tun, denn Birmas sind sehr gesellig. Sie lieben ihre Menschen und wollen in ihrer Nähe sein. Da sie sich allein nicht wohl fühlen, benötigen sie einen Schmuse- und Spielkameraden. Im besten Fall hältst Du noch eine andere Katze. Da Birmas sehr umgänglich sind, geht das auch mit anderen Katzenrassen.

Spiele und Aktivitäten mit der Birma-Katze

Birmas sind zwar etwas weniger aktiv wie andere Katzen-Rassen, aber das bedeutet nicht, dass sie den ganzen Tag nur herumliegen und nichts tun. Auch sie liebt es, mit ihrem Lieblingsmenschen zu spielen!

Eine Schnur, eine Katzenangel oder ein Federspielzeug eignen sich für viele spaßige Stunden. Auch die Birma braucht einen Kratzbaum, an dem sie ihre Krallen wetzen kann.

Heilige Birma: Futter und Ernährung

Auch im Essverhalten zeigen sich Birmas als unkomplizierte und angenehme Mitbewohner. Problemlos fressen sie gewöhnliche Katzennahrung. Da es sich bei der Rasse um eine mittelgroße Katze handelt, solltest Du darauf achten, dass sie mit genügend Nährstoffen versorgt wird, aber nicht zu viel frisst und übergewichtig wird.

Idealerweise unterstützt das Futter die Gesundheit des Fells. Während des Fellwechsels solltest du unterstützende Nahrung anbieten, die Haarknäuel im Magen abbaut.

Typische Krankheiten der Heiligen Birma

Generell gelten die langhaarigen Begleiter als gesunde und robuste Katzen. Heilige Birmas können allerdings an einigen typischen Erkrankungen leiden. Oft treten diese bei Überzuchtung auf.

Verbreitet sind Augen- und Herzkrankheiten sowie Anämie. Auch Dermoidzysten an Geschlechtsorganen und im Kopfbereich, Augenentzündungen, Schielen und Hypomyelination können vorkommen.

Birma-Katze kaufen

Interessierst Du Dich für eine oder mehrere Exemplare dieser hübschen Rasse, achte auf jeden Fall darauf, dass Du ein Kätzchen bei einem seriösen Züchter kaufst, der das Wohl der Tiere im Fokus hat.

Schaue Dir am besten schon vor dem Wurf an, wie die Tiere dort leben. Dein neuer Mitbewohner sollte nämlich nicht nur gesund sein, sondern auch an den Kontakt mit Menschen gewöhnt und sozialisiert sein. Du solltest für ein Katzenjunges etwa 700 bis 800 Euro einplanen.

Für wen sich eine Birma-Katze eignet

Birmas sind sanftmütige und verschmuste Tiere, die ihren Menschen oft innig lieben und sich gerne in seiner Nähe aufhalten. In der Pflege sind sie recht anspruchslos. Sie eignen sich für Katzenanfänger und Personen, die oft Zuhause sind und genügend Zeit für Streicheleinheiten, ausgiebiges Kuscheln und spaßige Spielstunden haben. Sie sollten nicht allein gehalten werden, sondern immer einen Spiel- und Schmusekamerad haben. Dank ihres umgänglichen Wesens versteht sie sich auch mit anderen Katzenrassen.