DIENSTAG, 05.02.2019 Julia Weinzierler

Plüschiges Fell, platte Nase und kurze Beine – das macht eine Perserkatze unverkennbar. Doch Kuscheln steht nur auf dem Tagesprogramm, wenn die Samtpfote es auch selbst will. Hinter dem süßen Aussehen und ruhigen Wesen verbirgt sich nämlich noch mehr: So ist die Perserkatze nicht nur intelligent und willensstark, sondern zeigt auch gerne ihren Dickkopf.

Charakter und Haltung Perserkatze

So viel Flausch kann manchmal täuschen! Obwohl eine Perserkatze wie der perfekte Kuschelbegleiter aussieht, ist sie keineswegs nur ein Plüschtier. Denn das Tier zeigt neben einer hohen Intelligenz einen äußerst starken Willen. Was die Katze will, das setzt sie auch durch – koste es was es wolle.

Immer wieder wird Perserkatzen nachgesagt, sie seien die „Diven“ unter den Katzenrassen. Das mag für Fremde gelten, die eigene Familie aber lieben die Tiere sehr und die vertrauten Personen müssen trotz ihres sehr eigenständigen Charakters nicht aufs Kuscheln und Zuneigung verzichten. Sie baut eine enge Verbindung zu ihren Haltern auf – wann sie dafür bereit ist, gibt allerdings sie selbst vor!

Die Perserkatze ist eine durchaus interessante Mischung: Der Familie gegenüber offen und liebevoll und dennoch ein ganz individueller Charakter mit eigenem Kopf. Auch wenn das Tier seinen persönlichen Interessen gerne nachgeht, heißt das nicht, dass die Katze zu viel Temperament abbekommen hat.

Ganz im Gegenteil – der Perser gehört zu den eher ruhigen und zurückhaltenden Katzenrassen mit wenig ausgeprägtem Freiheitsbedürfnis, weswegen sie sich als Wohnungskatze gut eignet. Eine Perserkatze kann Ruhe und Müßiggang durchaus genießen.

Dennoch muss Dein Wohnraum für eine Perserkatze eine ausreichende Größe bieten. Ein bisschen Platz zum Spielen und Herumtollen sollte also da sein.

Während die Katze im eigenen Heim ein äußerst liebevolles und ruhiges Wesen zeigt und auch für Kinder gut geeignet ist, bringt sie einen anderen Aufwandsfaktor ins Haus: die richtige Fellpflege. Fast täglich solltest Du mit der Bürste das lange Fell der Samtpfote durchkämmen, um Verfilzungen zu vermeiden und ihre natürliche Schönheit zu erhalten.

Gerade wenn Deine Perser Freigang hat, rückt die Fellpflege noch mehr in den Mittelpunkt. Wichtig: Gewöhne die Katze so früh wie möglich an das tägliche Kämmen und Bürsten!

Spiele und Aktivitäten mit der Perserkatze

Die Perserkatze ist intelligent und willensstark. Daher eignen sich für sie am besten Aktivitäten, die ihr Gehirn ein wenig fordern. Erneut gilt aber wie beim Kuscheln: das schöne Tier wird den Stundenplan vorgeben und sicherlich mal uninteressiert an Spieleinlagen vorbeilaufen. Wenn die Katze aber Lust hat, solltest Du dir Zeit nehmen und ausreichend Bewegung mit einbauen.

Neben den klassischen Renn- und Springspielen sowie Beutefangspielen eignen sich für das intelligente Wesen der Perserkatze durchaus auch Activity-Boards oder Labyrinthspiele. Bei diesen muss sich die schöne Samtpfote richtig reinfuchsen, um zum Ziel zu kommen. Ihr eifriger Charakter leitet ihr dabei den Weg.

Wie bereits erwähnt, liebt die Perserkatze aber auch ihre Ruhepausen nach dem Toben. Ein Kratzbaum mit Aussichtsplattform oder ein freier Platz auf der Fensterbank werden schnell zum liebsten Aufenthaltsort des Tieres – denn von dort kann es die Welt um sich herum bestens beobachten.

Perserkatze: Futter und Ernährung

Perserkatzen benutzen ihre Zunge anstelle ihrer Zähne zur Nahrungsaufnahme. Aus diesem Grund solltest Du auf eine entsprechend passende Konsistenz der Nahrung achten, um dem Tier das Essen zu erleichtern.

Ansonsten ist es wichtig, die Katze an eine ausgewogene und gesunde Diät zu gewöhnen, um ihr ein langes Leben zu ermöglichen. Im Tierhandel gibt es auch spezielle Nahrung für Perser, Dein Tierarzt berät Dich darüber hinaus über das richtige Futter für die Samtpfote.

Typische Krankheiten der Perserkatze

Vor allem im 20. Jahrhundert gewann die Perserkatze an Beliebtheit und wurde dementsprechend viel gezüchtet. Daraus ergeben sich leider einige Krankheitsbilder, die das süße Tier in die nächste Generation mitgenommen hat.

So zeigen Perser eine besondere Anfälligkeit für Probleme mit ihrer sehr platt gezüchteten Nase, das sogenannte Brachycephale Syndrom. Viele Tiere leiden daher unter Atembeschwerden, tränenden Augen und Problemen bei der Nahrungsaufnahme. Wenn Du Deine Katze beim Züchter kaufst, kannst Du hierauf Acht geben – immer mehr wird die klassische Perserkatze so gezüchtet, dass ihre Nase nicht ganz so platt ist.

Perser haben zudem häufig mit erblichen Nierenzysten zu kämpfen. Im fortgeschrittenen Lebensalter kann dies zu einem Nierenversagen führen. Allerdings kann mithilfe eines Ultraschallgeräts schon früh untersucht werden, ob eine Katze betroffen ist. Diese wird ein guter Züchter konsequent aus der Zucht ausschließen – denn die Zysten werden vererbt.

Für wen eignet sich eine Perserkatze

Die Perserkatze eignet sich bestens für Personen, die ein Tier mit starkem Willen und Charakter suchen, das aber nicht sofort die ganze Wohnung auf den Kopf stellt. Perser sind ruhig und gelassen, zeigen aber auch hin und wieder, dass in ihnen eine aufgeweckte Samtpfote steckt.

Die Rasse ist dafür bekannt, ihre nahen Familienmitglieder sehr zu lieben und freut sich daher über Aufmerksamkeit und Spielstunden. Zwar kann das schöne Tier recht unkompliziert in der Wohnung gehalten werden, allerdings solltest Du auf jeden Fall genug Zeit für die Fellpflege einplanen. Das lange, wuschelige Fell gibt der Perserkatze ihr charakteristisches Aussehen – und bedarf einer gehörigen Portion täglicher Pflege.

Perser Katze