10 Anzeichen, dass sich Deine Katze unwohl fühlt

SAMSTAG, 23.03.2019 Julia Weinzierler

Nichts ist schöner als ein schnurrender Begleiter, der sich in Deinem Zuhause so richtig wohlfühlt. Doch insbesondere wenn eine Katze neu bei Dir eingezogen ist, musst Du erst lernen, ihr Verhalten richtig zu deuten und einzuordnen. Das ist gar nicht so einfach – denn Katzen können ihr Befinden gut verbergen. Dennoch gibt es einige Anzeichen, dass sich Deine Katze unwohl fühlt.

10 Anzeichen, dass sich Deine Katze unwohl fühlt

1. Das Fell hat seinen Glanz verloren

Viele Katzen sind bekannt für ihr wunderschönes, glänzendes Fell. Doch wenn das schöne Haar glanzlos und matt ist, im schlimmsten Fall sogar kahle Stellen hat, ist das kein gutes Zeichen. Stress kann dafür ein Auslöser sein, auch falsche Nahrung oder sogar eine handfeste Erkrankung.

2. Appetitlosigkeit

Egal ob Hauskatze oder Freigänger, unsere Stubentiger sind nicht mehr darauf angewiesen, sich ihr Essen selbst zu beschaffen. Doch wenn Deine Katze trotz gesunder, ausgewogener Ernährung und ruhigem Futterplatz aufhört zu essen, sollten bei Dir die Alarmglocken schrillen – denn dann stimmt etwas nicht.

3. Sie versteckt sich

Katzen sind durchaus soziale Tiere, die zu ihrem Besitzer eine tiefe Bindung aufbauen. Natürlich gibt es verschiedene Wesensausprägungen, doch wenn sich Dein Tier von jetzt auf gleich versteckt und kaum noch zu sehen ist, könnte es sich unwohl fühlen oder sogar Schmerzen haben. Ebenso möglich ist, dass in Deiner Abwesenheit etwas vorgefallen ist, das Deine Katze erschreckt hat.

4. Sie zerkratzt Möbel

Einen Großteil des Tages schläft Dein Stubentiger, die restliche Zeit streift er umher oder beschäftigt sich mit seiner Pflege. Und doch wollen Katzen beschäftigt werden – wenn Dein Tier Möbel zerkratzt, kann dies darauf hindeuten, dass es unterfordert ist und nicht genug Beschäftigung hat. Ihren Unmut lässt die Katze dann an Möbeln aus, weniger aus Boshaftigkeit, sondern mehr aus Langeweile.

5. Zu viel oder zu wenig Schlaf

Wie bei uns Menschen auch, zählt beim Schlafen die Ausgewogenheit. Es ist nicht verwunderlich, dass Deine Katze tagsüber viel schläft, da die Tiere nachtaktiv sind. Wenn sie aber mehr döst als gewöhnlich, kann das ein Zeichen für Depressionen und Unwohlbefinden sein. Doch auch das andere Extrem ist nicht gut: Vergleichsweise wenig Schlaf deutet auf einen unruhigen Geist hin.

6. Stubenreinheit setzt aus

Wenn es Deine Katze nicht mehr aufs Katzenklo schafft, kann das viele medizinische Ursachen haben. Wenn aber gesundheitliche Gründe ausgeschlossen sind, ist es gut möglich, dass sie sich bei Dir nicht wohl fühlt oder mit der aktuellen Katzenklo-Situation unzufrieden ist.

7. Kaum Bewegungsdrang

Auch in Sachen Bewegung gibt es Unterschiede zwischen Rassen und vor allem auch Altersklassen. Stutzig werden solltest Du, wenn Dein Tier aber von heute auf morgen aufhört sich zu bewegen und nur lethargisch herumliegt. Auch wenn sie plötzlich nicht mehr mit Dir spielen möchte, ist es ein Anzeichen dafür, dass Deine Katze sich unwohl fühlt.

8. Exzessive Fellpflege

Rund ein Viertel ihres Tages verbringen Katzen mit der Pflege ihres Felles, aber es gibt natürlich auch hier ein "zu viel". Ein ständiges Lecken und Saubermachen kann zu kahlen Stellen führen und erhöht das Risiko auf Infektionen. Neben medizinischen Ursachen wie Allergien kann eine übermäßige Fellpflege auch emotionale Ursachen haben.

9. Unaufhörliches Maunzen

Für das Mitteilungsbedürfnis Deiner Katze gibt es natürlich keine Zauberformel. Einige Tiere könnten den ganzen Tag nur durchmiauen, ständiges Mitteilen kann sogar ein Zeichen für Wohlbefinden sein. Doch kann das Maunzen auch genau das Gegenteil bedeuten: Dein Tier kann versuchen, Dir etwas mitzuteilen, was ihm nicht gefällt.

10. Aggressives Verhalten

Egal ob zu Dir, anderen Familienmitgliedern oder anderen Tieren: Aggressives Verhalten ist selten ein gutes Zeichen. Wenngleich auch körperliche Schmerzen der Auslöser sein könnten, liegt der Verdacht nahe, dass emotionale Ursachen hinter den Ausbrüchen stecken.

Warum fühlt sich Deine Katze unwohl?

Es gibt viele Gründe für das Unwohlsein Deiner Katze. Wenn der Zustand aber anhält oder sich sogar verschlimmert, solltest Du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen und abklären, ob Deine Katze sich verletzt hat oder zum Beispiel einen Infekt hat. Emotionale Ursachen für das Unwohlsein Deiner Katze können sein:

  • Ein neues Familienmitglied: Egal ob ein kleines Baby bei Dir eingezogen ist, Du einen neuen Lebensgefährten hast oder ein anderes Haustier Deine Familie erweitert – ein neues Wesen in heimischen Gefilden ist immer eine Umstellung, die Zeit braucht und bei Deiner Katze Unwohlsein auslösen kann.
  • Veränderungen im Heim: Katzen sind bekanntlich kein Fan von Veränderungen aller Art. Auch wenn Du nur neue Möbel gekauft hast oder der Napf nicht mehr an der gleichen Stelle ist, löst das bei der Katze eine Stressreaktion aus.
  • Der Tagesablauf hat sich geändert: Doch nicht nur Veränderungen in der Wohnung können zu Problemen führen, auch wenn Du etwa Deinen Tagesablauf geändert hast, könnte Deine Katze negativ darauf reagieren. Die Tiere bevorzugen einen geregelten Tagesablauf, auf den sie sich einstellen können.
  • Zu wenig Aufmerksamkeit: Eine Katze ist natürlich kein Spielzeug, sondern ein Mitbewohner, der Aufmerksamkeit und Liebe braucht. Wenn Du Dich zu wenig mit Deinem Tier beschäftigst, kann das ein Grund für Unwohlsein sein. Tipp: Es ist immer eine Überlegung wert, Dir eine zweite Katze anzuschaffen, gemeinsam spielt es sich immer besser.
  • Bedürfnisse werden nicht beachtet: In der Pflege sind Katzen nicht sonderlich anspruchsvoll, aber doch gibt es einige Dinge, die Du beachten musst: Jede Katze braucht einen eigenen Futter- und Wassernapf, zu der sie einen ruhigen Zugang hat, auch eine eigene Toilette ist Pflicht. Einen Kratzbaum, genügend Spielzeug und eine Ruhe-Oase sind ebenso wichtig für Deine Samtpfote.
  • Futterumstellung: Auch ungewohntes Futter kann Unwohlsein auslösen. Wenn dieses aber anhält, solltest Du einen Arzt aufsuchen – denn dann kann auch eine Allergie für das Verhalten verantwortlich sein.

An viele der oben genannten Ursachen kann sich Deine Katze mit der Zeit gewöhnen. Wenn Du Dir aber unsicher bist oder Deine Katze plötzlich sehr stark verändertes Verhalten zeigt, solltest Du Deinen Tierarzt kontaktieren und das Problem abklären lassen. Ein Gesundheits-Check zu viel schadet nicht – einer zu wenig kann womöglich fatale Folgen haben.

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Fühlt Deine Katze sich unwohl?

Du kennst Deine Katze am besten. Es ist immer ungewöhnlich, wenn Deine Samtpfote von heute auf morgen ein anderes Verhalten an den Tag legt und nicht mehr wie gewohnt an Deiner Seite lebt. Eine glückliche Katze schläft entspannt, hat ein schönes und gesundes Fell, schnurrt und kann sich bei Dir Zuhause richtig gehen lassen. Wenn Dein Tier Anzeichen zeigt, dass es sich unwohl fühlt, kann das zweierlei Gründe haben: Entweder hat es mit medizinischen Ursachen zu kämpfen, die Du unbedingt abklären lassen solltest oder aber es steckt etwas Emotionales dahinter. Dann solltest Du darauf Acht geben, Deiner Katze eine gewohnte und liebevolle Umgebung mit genug Aufmerksamkeit zu garantieren.

Julia Weinzierler