NoGo: Tiere als Weihnachtsgeschenk

Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke. Leider muss man diesen Satz jedes Jahr aufs Neue in das Gedächtnis vieler Menschen rufen. Jedes Jahr landen tausende Hunde, Katzen und Nagetiere unter dem Weihnachtsbaum. Die Freude ist groß, aber sie hält nicht lange an.

Das Leuchten von Kinderaugen ist unbeschreiblich, insbesondere wenn sie Geschenke auspacken. Tapert dann ein Welpe, ein Katzenbaby oder ein Mini-Häschen unter dem Weihnachtsbaum herum, kennt die Freude keine Grenzen mehr. Doch schon kurz vor den nächsten Ferien wird das geliebte Tier zur Last. Wohin mit dem Tier, wenn Nachbarn oder Familie sich nicht kümmern können. Wenn das Tier Glück hat, landet es im Tierheim. Herzlose Tierbesitzer binden die Tiere leider auch irgendwo an oder setzen sie sogar aus. Wir möchten uns noch einmal dafür stark machen, dass Tiere keine Weihnachtsgeschenke sind und die Anschaffung eines Haustieres gut überdacht werden muss. 

Ein ganzes Tierleben lang

Für Dich ist es nur eine bestimmte Zeit, aber für Dein Haustier ein ganzes Leben lang. Dein Tierchen ist sein ganzes Leben lang bei Dir. Es möchte artgerecht gehalten, gepflegt und gefüttert werden. Es möchte Deine Aufmerksamkeit, Deine Liebe und Deine Fürsorge. All das ist sehr zeit- und oft auch kostenintensiv. Die Anschaffung eines Tieres mag in einigen Fällen günstig sein, aber die Folgekosten können mehrere tausend Euro betragen. Wenn Du Dir also ein Tier anschaffen möchtest oder eines verschenken möchtest, vergewissere Dich, dass das Tier auch nach ein paar Monaten immer noch ein geliebtes Familienmitglied ist.

Warum Du kein Tier vor Weihnachten anschaffen solltest

Hast Du Dich entschlossen, ein Tier zu halten oder eines zu verschenken, solltest Du sicher sein, dass es keine Affekthandlung ist. Die Entscheidung sollte gründlich überdacht sein. Zudem ist es sinnvoll mit der Anschaffung bis nach den Weihnachtsfeiertagen oder sogar bis zu den ersten Ferien in Deinem Bundesland zu warten. Warum? Auch nicht registrierte Züchter, die schwarzen Schafe unter den Züchtern, wissen, dass die Nachfrage nach Haustieren vor Weihnachten erheblich steigt. Deshalb werden die Tiere in den Monaten vor Weihnachten unter den schlimmsten Bedingungen und nur als Gebärmaschinen gehalten. Des Weiteren platzen Tierheime nach Weihnachten oft aus allen Nähten. In Deinem örtlichen Tierheim warten dann hunderte Tiere auf ein neues Zuhause.

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10 Gründe, warum Tiere keine Weihnachtsgeschenke sind

  1. Tiere sind vom Umtausch ausgeschlossen
  2. Tiere bleiben ihr Leben lang bei Dir
  3. Tiere erfordern Liebe und Fürsorge
  4. Tiere brauchen Beschäftigung, sonst stellen sie allen möglichen Unsinn an
  5. Tiere brauchen eine Urlaubsbetreuung
  6. Tiere, die nach Weihnachten "nicht mehr süß genug sind" landen im Tierheim oder werden ausgesetzt
  7. Tiere sind keine Geschenke für Kinder, da die Haltung viel Verantwortung bedeutet
  8. Tiere können - besonders wenn sie älter werden - ganz schön ins Geld gehen
  9. Tiere sind nicht mehr süß, wenn sie groß sind.
  10. Tiere, die vor Weihnachten gekauft werden, stammen häufig aus Qualzüchtungen

Du siehst also, es gibt tausende Geschenke, die sich besser eigenen als ein Tier.

Zeige Verantwortung und verzichte auf Tiere als Weihnachtsgeschenk. Möchte Dein Kind ein Haustier, warte ein paar Monate und besuche zu den ersten Ferien Dein örtliches Tierheim. Die Tierpfleger dort werden euch ausführlich beraten und das ausgesuchte Tier freut sich über "seine zweite Chance".

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Hunde und Katzen sollten niemals zu Weihnachten verschenkt werden.

Julia Schürer

Ich schreibe, lebe und liebe zusammen mit Ehemann Gregor, Sohn Paul und Dackel Igor in München. Seit April 2018 kümmere ich als Redaktionsleitung um mein zweites Haustier; schlappohr.de. Ich bin für die inhaltliche Planung, das Layout und die Weiterentwicklung von "Schlappi" verantwortlich. Natürlich schreibe ich auch gerne über meine persönlichen Erfahrungen als Hundebesitzerin und recherchiere als Expertin rund um die Themen Hund, Katze und Nagetiere.