SAMSTAG, 27.10.2018 Julia Schürer

Die Tage werden kürzer, denn morgens wird es später hell und abends früher dunkel. Die meisten Hundebesitzer müssen nun ihre täglichen Gassirunden im Dunkeln machen. Ein gut sichtbarer Hund wird nicht nur von seinem Besitzer besser gesehen, auch Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer sehen den Vierbeiner besser.

Mein Dackel Igor ist nicht nur recht klein, sondern auch fast komplett schwarz. Sobald es draußen anfängt zu dämmern wird es schon recht schwierig ihn im unbeleuchteten Park zu sehen. Da wir morgens gegen sechs Uhr das erste Mal spazieren gehen, ist eine anständige Hundebeleuchtung für Igor Pflicht.

Leuchten und Blinken

Zu meiner Herbst- und Winterausstattung in Sachen Hundebeleuchtung gehört ein blinkendes Halsband. Igor trägt ein Geschirr, aber sobald es draußen dunkel ist, kommt zusätzlich ein leuchtendes Halsband zum Einsatz. Es hat drei Stufen: langsames Blinken, nervig-hektisches Blinken und dauerhaftes Leuchten. Ich wähle immer die letzte Stufe, da ich mir vorstelle, ich hätte dieses Teil um den Hals. Wenn es mich ständig anblinken würde, wäre ich recht schnell genervt.

Es gibt auch sogenannte Halsringe, die einfach um den Hals des Hundes gelegt werden. Der Vorteil des Halsbandes: man könnte eine Leine dranhängen. Aber ich lege Igor das Halsband immer zusätzlich zu seinem Geschirr an. Für welche Variante man sich entscheidet obliegt wohl den eigenen Vorlieben. Man kann die leuchtenden Halsbänder auch mit einem USB-Anschluss kaufen, so entfällt das Austauschen der Batterie. Ich kann sagen, dass wir einen kompletten Winter mit einer Batterie auskommen.

Wichtig ist aber, dass das Halsband oder der Halsring die richtige Größe haben. Sind sie zu groß, kann sich der Hund im Gebüsch verfangen. Und wer das schon einmal erlebt hat, weiß wie sensibel Hunde bei sowas reagieren. Zu eng ist natürlich genauso schlecht, da das Tier zu wenig Luft bekommt. Am besten lässt Du Dich in einem Fachgeschäft beraten.

Als Igor noch ein Welpe war, habe ich auch noch eine beleuchtete Leine gekauft, da wir damals noch viel in der Stadt unterwegs waren. Für unsere Spaziergänge im Park benutze ich entweder eine neongelbe Schleppleine oder eine ebenso neongelbe Zugleine. Ab und zu sind wir mit Igor abends zu Freunden eingeladen und fahren dann mit Bus und Bahn. Da kommt die beleuchtete Leine noch mal zum Einsatz. Einfach deshalb, weil ich meinen Hund in der Stadt nah bei mir haben möchte und deshalb eine sehr kurze Leine bevorzuge.

Sicherheit durch Reflektoren

Wenn wir eine größere Runde machen oder dort unterwegs sind, wo Autos fahren, trägt Igor eine gelbe Hundeweste mit Reflektoren. Das mag im ersten Moment komisch klingen, aber ich muss sagen, dass er dadurch wesentlich besser gesehen wird. Auch ich trage an trüben Herbst- und Wintertagen zum Radfahren eine gelbe Weste mit Reflektoren. Besonders morgens und abends sind die meisten Auto- und Radfahrer eher damit beschäftigt, schnell in die Arbeit oder nach Hause zu kommen. Die gelbe Weste mit ihren Reflektoren sorgt dafür, dass Igor eher und besser gesehen wird. Wenn es dann kälter wird, trägt Igor einen Hundemantel, der ebenfalls Reflektoren hat.

Besser sehen mit einer Taschenlampe

Damit ich auch sehen kann, was Igor beim Spazierengehen treibt, habe ich eine Taschenlampe dabei. In Zeiten von Giftködern und Co. fühle ich mich einfach wohler, wenn ich sehen kann, wo er gerade schnüffelt. Sollte er mal was fressen (was tatsächlich recht häufig vorkommt), kann ich gleich einschreiten und sehen, was es war. Naja, zumindest wenn ich schnell genug bin. Da Igor auch ein schreckhafter Hund ist, mag er es auch ganz gern, wenn ich ihm „den Weg leuchte“.