Schlappohr-Rasseportrait: Siberian Husky

Charakter und Haltung:

Huskies sind sehr freundliche und sanftmütige Hunde. Damit sich ihre positiven Eigenschaften frei entfalten können, brauchen sie allerdings bestimmte Haltungsbedingungen. Um gut in der Familie zurecht zu kommen, ist ein gewisser antrainierter Gehorsam wichtig. Da Huskies sehr soziale Tiere sind, brauchen sie einen wirklich guten Anschluss an die Familienmitglieder. Das Alleinsein ist für sie fast unerträglich, weshalb sich die Anschaffung eines weiteren Artgenossen als Spiel- und Weggefährte lohnt.

Mit ihrem dichten und pelzartigen Fell sind sie perfekt an die arktische Kälte angepasst. Von einer Haltung in südlichen Ländern ist den Tieren zuliebe deshalb dringend abzuraten. Da Huskies besonders bei kalten Temperaturen Freude an Bewegung in der freien Natur haben, ist entsprechende Motivation auch beim Haustierbesitzer gefragt. Wer im Winter also nicht gerne spazieren geht, sollte sich nach einer anderen Hunderasse umsehen. Allgemein benötigen Huskies viel Auslauf. Für Hundesport oder Agility Training sind sie allerdings kaum geeignet, da sie sehr eigenwillig sein können.

Ihre Eigenwilligkeit ist für ihre ursprüngliche Lebensweise in der Wildnis von großem Nutzen gewesen, da sie auf diese Weise selbstständig Jagen konnten. Der Jagdtrieb steckt ihnen auch heute noch im Blut, weshalb sie in wildreichen Regionen häufig an der Leine gehalten werden müssen. Huskies verfügen über einen ausgezeichneten Orientierungssinn. Als Wachhunde sind sie kaum geeignet, da sie auf fremde Menschen eher kontaktfreudig reagieren.

Größe, Aussehen, Lebenserwartung:

Huskies haben eine Widerristhöhe von ungefähr 50 bis 60 cm und ein Gewicht zwischen 15 und 28 kg, wobei Rüden in der Regel einige Zentimeter größer sind und etwas mehr wiegen als Hündinnen. Ihr Fell ist sehr dicht, pelzartig und wetterfest. Es besteht aus einer weißen Unterwolle und mittellangem Deckhaar, das von weiß über rot bis hin zu schwarz verschiedene Farben annehmen kann. Auch verschiedenfarbige Augen von blau bis braun sind Bestandteil des Rassestandards. Ihre Lebenserwartung liegt bei ungefähr 12 Jahren. Zu einer häufigen Erkrankung zählt die sogenannte Zink-reaktive Dermatose, eine Hauterkrankung.

Geschichte:

Seit vielen Jahrhunderten zählen Huskies zu den arbeitsamsten Hunden dieser Erde. Als Schlittenhunde sind sie in der Lage, das Neunfache ihres Körpergewichts zu ziehen. Für die Menschen aus Sibirien, dem Ursprungsort der Rasse, waren die eleganten Tiere deshalb schon immer eine lebenswichtige Hilfe. Besonders dem Volk der Tschuktschen, das noch heute im russischen fernen Osten heimisch ist, dienten Huskies schon seit vielen Jahrhunderten als treue Helfer.

Als im Jahr 1909 die Huskies durch einen Pelzhändler auch in Alaska bekannt wurden, erfreuten sich die Hunde zunehmender Beliebtheit. Für Schlittenrennen und als immer freundlicher Arbeitshelfer waren und sind die eifrigen Tiere einfach unschlagbar. Ihre Menschenfreundlichkeit wird der Aufzuchtmethode der Eskimos zugeschrieben, bei der die kleinen Welpen zusammen mit der gesamten Familie aufwuchsen.