Schlappohr-Rasseportrait: Beagle

Charakter:

Wer besonders freundliche und fröhliche Hunde schätzt, wird mit einem Beagle seine Freude haben. Denn die aufgeweckten kleinen Jagdhunde sind immer gut gelaunt und zeichnen sich durch hohe Intelligenz und Ausgeglichenheit aus. Üblicherweise ist ein Beagle weder angriffslustig noch ängstlich und bringt auch soziale Fähigkeiten mit sich. Mit Familien und Kindern kommt er deshalb meist gut zurecht.

Doch noch immer steckt ihm der Jagdtrieb im Blut, dem er bei Gelegenheit auch nachgehen wird. Besonders spezialisiert ist er auf die Hasenjagd, weshalb er deren Fährten instinktiv folgt. Beagles haben auch eine sturköpfige Seite, die von ihrer Zeit als Meutehund stammt. Denn bei der Treibjagd ist eine gewisse Eigenständigkeit durchaus wichtig. Durch seine hohe Wachsamkeit eignet er sich als Wachhund. Wer einen unerschrockenen, ausdauernden und sehr lebhaften Vierbeiner möchte, liegt mit einem Beagle goldrichtig.

Größe, Aussehen, Lebenserwartung:

Beagles haben eine Widerristhöhe von ungefähr 33 bis 40 cm und ein Gewicht zwischen 10 und 18 kg, wobei Rüden in der Regel einige Zentimeter größer sind und etwas mehr wiegen als Hündinnen. Als Laufhunde sind sie kräftig gebaut und ihr Fell ist kurz, dicht und wetterfest. Ihre Lebenserwartung liegt bei ungefähr 12 bis 14 Jahren.

Geschichte:

Offiziell anerkannt als eigenständige Rasse wurde der Beagle erst im Jahr 1890 durch den Kennel Club Großbritanniens. In England wurde er besonders als Meutehund für die Treibjagd auf Feldhasen und Kaninchen eingesetzt - bis heute prägt ihn sein Jagdinstinkt in seinem Wesen.

Der Begriff “Beagle” findet sich erstmals in Aufzeichnungen über Jagdhunde aus dem Jahr 1615. Als besonderes Merkmal galt für ihn, dass er in der Satteltasche des Jägers Platz hat und Wildspuren in der Meute eifrig nachgeht. Es wird vermutet, dass der Beagle französische Ahnen hat. Zum einen den aus der Normandie stammenden Hubertushund, auch “Northern Hound” genannt und den als “Southern Hound” bezeichneten Jagdhund aus Südfrankreich, auf den die Engländer während des Hundertjährigen Krieges um 1400 stießen.