Rasseportrait: Dalmatiner

DONNERSTAG, 15.03.2018

Charakter und Haltung:

Dalmatiner lieben es zu laufen. Als Sofa- oder reiner Gartenhund eignen sie sich daher überhaupt nicht. Sie können zwar zuhause auch sehr ruhig und verschmust sein, doch genügend Auslauf ist für ihre Ausgeglichenheit wichtig. Bei einer sportlich aktiven Familie, die auch tagsüber viel Zeit für ihren Vierbeiner übrig hat, fühlt sich ein Dalmatiner richtig wohl und sein freundliches Wesen kommt zum Vorschein. Egal ob Joggen, Fahrradfahren oder Reiten: Ein Dalmatiner bringt immer die nötige Ausdauer und Freude mit sich, um euch zu begleiten.

So wichtig die Familie für einen Dalmatiner ist, so wichtig ist allerdings auch die richtige Erziehung. Sollte die Rangordnung innerhalb der Familie nicht eindeutig geklärt sein, könnte es zu Schwierigkeiten kommen. Von einem harten Erziehungsstil ist definitiv abzusehen, da ein Dalmatiner sonst nur beweist, wie sturköpfig er sein kann. Durch seinen Beschützerinstinkt eignet er sich gut als Wachhund.

Größe, Aussehen, Lebenserwartung:

Dalmatiner haben eine Widerristhöhe von ungefähr 54 bis 61 cm und ein Gewicht zwischen 24 und 32 kg, wobei Rüden in der Regel einige Zentimeter größer sind und etwas mehr wiegen als Hündinnen. Das Fell ist kurz, glatt und weist die charakteristische weiße Farbe mit schwarzen Tupfen auf. Ihre Lebenserwartung liegt bei ungefähr 12 bis 14 Jahren. Leider haben einige Dalmatiner oft gesundheitliche Probleme, wie etwa Taubheit, Allergien oder Harngries. Bei vielen Dalmatinern bilden sich schneller Harnsteine, weshalb häufig eine purinarme Ernährung empfohlen wird.

Geschichte:

Um den wahren Ursprung des Dalmatiners ranken sich viele Vermutungen. Während der Name wahrscheinlich auf die kroatische Küstenregion Dalmatien zurückgeht, besteht bei der genauen regionalen Herkunft Uneinigkeit. Denn schon auf altägyptischen Pharaonengräbern und mehreren Tausend Jahre alten griechischen Fresken sind Abbildungen von Hunden zu sehen, die Dalmatinern sehr ähnlich sehen. Fest steht, dass Dalmatiner ab dem Spätmittelalter beim europäischen Adel sehr beliebt waren. Oft dienten sie dabei als Begleithunde für Kutschen. Ob sie auch als Jagdhunde eingesetzt wurden, ist ungeklärt. Seit 1890 besteht der offizielle Rassestandard.