Rasseportrait: Chow Chow

MONTAG, 18.12.2017

Charakter und Haltung:

Ein Chow-Chow zeigt sich meist von seiner ruhigen und gelassenen Seite. Voraussetzung dafür ist eine korrekte Erziehung und Sozialisation. Denn sonst könnte der wachsame Vierbeiner übervorsichtig und misstrauisch gegenüber allen Lebewesen werden, die nicht zur Familie gehören. Ein Chow-Chow ist Herrchen oder Frauchen stets treu ergeben, hat aber auch seine sturen und eigenwilligen Seiten.

Fremden gegenüber verhält er sich oft abweisend. Obwohl ein Chow-Chow eher ruhig und gelassen ist, eignet er sich kaum für Kinder. Dafür ist er meist zu wenig verspielt. Auch Hundesport lässt einen Chow-Chow in der Regel kalt. Regelmäßigen Auslauf schätzt er allerdings sehr. Auch eine häufige Fellpflege ist für den flauschigen Vierbeiner wichtig - besonders bei sommerlichen Temperaturen.

Größe, Aussehen, Lebenserwartung:

Chow-Chows haben eine Widerristhöhe von ungefähr 46 bis 56 cm und ein Gewicht von ungefähr 25 bis 30 kg, wobei Rüden in der Regel einige Zentimeter größer sind und etwas mehr wiegen als Hündinnen. Das Fell ist sowohl in der kurzhaarigen als auch der langhaarigen Variante sehr üppig und dicht. Besonderes Merkmal von Chow-Chows sind abgesehen von ihrer Löwenartigen Haarpracht ihre blaue Zunge. Ihre Lebenserwartung liegt bei ungefähr 10 bis 13 Jahren. Häufige Erkrankungen sind Hüftgelenksdysplasie und Entropium.

Geschichte:

Wie der Chow-Chow zu seinem Namen kam, darüber scheiden sich die Geister. Manche vermuten, dass damit das chinesische Wort für “Leckerbissen” gemeint ist, andere wiederum, dass es sich um eine Verballhornung des Wortes “Gou” für “Hund” handelt.

Fest steht allerdings, dass Chow-Chows zu einer altertümlichen Rasse gehören, die schon vor tausenden Jahren in China als Gebrauchshund verbreitet war.

Während er am Kaiserhof als Schmucktier gehalten wurde, diente er andernorts als Schlittenhund, Jagdhund und auch als Hütehund. Erst 1880 fanden Chow-Chows auch in Europa eine gewisse Verbreitung. 1894 wurde die Rasse in Großbritannien anerkannt - bis heute wird der Rassestandard dort festgelegt. Einige Zeit lang galt er im britischen Königshaus als Luxushund. Besonders wertgeschätzt und geliebt wurde er etwa von Königin Victoria (1819-1901).