Rasseportrait: Cane Corso

SONNTAG, 19.08.2018

Der Cane Corso ist ein ausgeglichener und gutmütiger Hund. Aufgrund seiner Größe verlangt er seinen Besitzern zwar einiges ab, er zahlt eine gute Haltung aber auch mit viel Herz zurück. Ursprünglich war der Cane Corso ein italienischer Hofhund, deswegen liebt er es Aufgaben für seine Herrchen zu erfüllen und verteidigt sein Revier konsequent – deswegen muss die Erziehung stimmen.

Charakter und Haltung Cane Corso

Das erste, was beim Cane Corso auffällt, ist sein ruhiges Gemüt. Er ist nicht aufdringlich und bleibt in so gut wie allen Situationen gelassen. Der sanfte Riese ist von Grund auf freundlich und kinderlieb. Bei Kontakt mit Fremden bleibt der Cane Corso gleichgültig und uninteressiert, solange seine Familie nicht in Gefahr gerät. Der Hund hat als ehemaliger Hof- und Hirtenhund einen ausgeprägten Beschützerinstinkt. Deswegen ist es wichtig, ihm früh beizubringen zwischen fremden Besuchern und echten Bedrohungen zu unterscheiden und Situationen richtig einzuschätzen. Der Cane Corso ist sehr gelehrig und arbeitsfreudig, deswegen ist ein Training in einer Hundeschule beinahe unabdingbar. Das revierbewusste Verhalten des Vierbeiners muss in jedem Fall in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Falls das nicht oder nicht konsequent genug passiert, entscheidet er selbst, was am besten ist – und das kann manchmal deutlich von dem abweichen, was Du als Herrchen für das Beste hältst. Mit einem Cane Corso muss man sich als Alphatier behaupten. Deswegen ist dieser Hund auch nichts für Anfänger!

Listenhund

Trotz seines ruhigen und freundlichen Gemüts ist der Cane Corso in manchen Bundesländern in Deutschland und Österreich, sowie einigen Kantonen der Schweiz als Listenhund geführt. Eine Anschaffung kann also mit einem Wesenstest und weiteren Auflagen verbunden sein. Das verwundert angesichts seines ausgeglichenen Charakters, es zeigt allerdings wie wichtig eine konsequente Erziehung in diesem Fall ist.

Pflege

Die Pflege des Cane Corso ist unkompliziert, aber deswegen nicht weniger wichtig für das Wohlbefinden des Vierbeiners. Das Fell ist kurz, glänzend und glatt und es reicht aus, wenn Du es in regelmäßigen Abständen bürstest. Damit es seinen Glanz behält, bürstest Du es idealerweise einmal am Tag. 

Familie

Der Cane Corso ist ein ausgesprochener Familienhund und kann nicht im Zwinger gehalten werden. Dort würde das gesellige Tier eingehen. Der Vierbeiner braucht eine enge Bindung zu seinem Rudel, wo er gerne seine täglichen Streicheleinheiten einfordert. Auch mit Kindern kann der Hund sehr gut umgehen, wenn man ihn langsam und früh sozialisiert. Wenn das der Fall ist, ist der Cane Corso sehr kinderlieb und behutsam im Spiel mit den Kleinen und steht ihnen auch sonst stets als treuer Begleiter und wachsamer Beschützer zur Seite. Davon leitet sich auch sein Name ab: „cane“ ist lateinisch für „Hund“, „cohors“ steht für „Wächter, Beschützer“. Falls ein Fremder in das Familienrevier eindringt, kann der Cane Corso also auch abwehrend reagieren. Das kommt allerdings, wie schon erwähnt, stark auf die Erziehung und die Sozialisierung an.

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Carne Corso-Steckbrief

Name: Cane Corso
FCI-Gruppe: 2 – Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde
Größe: Hündin 60 – 64 cm| Rüde 64 – 68 cm
Gewicht: Hündin ca. 40 – 45 kg | Rüde ca. 45 – 50 kg
Lebenserwartung: 10 – 12 Jahre
Charakter: ausgeglichen, arbeitsfreudig, lernwillig, starker Beschützerinstinkt, loyal, intelligent
Bedürfnisse: will gefordert werden, viel Bewegung und konsequente Erziehung, Familienanschluss
Krankheiten: Herzerkrankungen, Hüftgelenksdysplasie, Ellenbogendysplasie, Augenerkrankungen
Hundeerfahrung: für Hundekenner und Hundeprofi geeignet. Nicht geeignet für Hundeanfänger