Rasseportrait: Border Collie

Border Collies sind liebenswürdige und sehr kluge Hunde. Von Dir als Besitzer verlangen sie ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und gute Führung beziehungsweise Erziehung. Wenn Du dem arbeitseifrigen Hütehund nicht genügend geistige und körperliche Beschäftigung bieten kannst und in der Erziehung amateurhaft vorgehst, wirst Du es schnell mit einem “Problemhund” zu tun bekommen, der hysterisch, überängstlich oder auch aggressiv ist. Das Problem liegt dann natürlich ausschließlich an der falschen Haltung und Erziehung und nicht am Hund selbst. Darüber musst Du Dir vor der Anschaffung wirklich bewusst sein.

Charakter und Haltung des Border Collie

Schon seit vielen Jahrhunderten sind Hirten- und Schäferhunde in Europa im Einsatz gewesen. Ihre Arbeitsweise, die auf stimmiger Kommunikation zwischen Schäfer und Hund beruht, wurde schon in dem 1576 vom Leibarzt von Königin Elisabeth I. veröffentlichten Buch “Of Englishe Dogges” erwähnt. Der Name “Border Collie” geht dabei auf die Grenzregion (“border”) zwischen Schottland und England zurück und wurde ab dem Jahr 1910 geprägt. Seit 1906 wird die Rasse von der International Sheepdog Society betreut. Von der FCI wurde sie erst im Jahr 1976 anerkannt. Der wichtigste Zuchtrüde und Stammvater des heutigen Border Collie ist “Old Hemp”, der von 1893 bis 1901 lebte.

Bei ausreichender geistiger und körperlicher Auslastung, die dem Wesen des Border Collie als Hütehund entspricht, ist ein er ein treuer Begleiter, der mit Dir und Deiner Familie durch dick und dünn geht. Besonders in jungen Jahren ist es dabei wichtig, dass er lernt, auch mal abzuschalten. Denn der Fleiß steckt dem eifrigen Vierbeiner dermaßen im Blut, dass er sich ohne Aufforderung zur Ruhe völlig verausgaben kann. So wichtig ausreichend Bewegung für Border Collies auch ist: Übertreiben solltest Du es nicht, sondern ein gesundes Maß finden. Schließlich schickten Schäfer ihre Hunde nach dem arbeitsamen Sommer in den Wintermonaten nicht auch noch zum Hundesport.

Als Maßstab für die richtige Erziehung und Auslastung gilt natürlich, dass sich der Border Collie von seiner ausgeglichenen Seite zeigt und vor allem: Dass er glücklich ist. Da er sehr sensibel ist, empfiehlt sich eine geduldige und einfühlsame Erziehung. Letztere ist besonders wichtig aufgrund seiner geringen Reizschwelle gegenüber akustischen und visuellen Wahrnehmungen und seines ausgeprägten Hüteinstinkts. Obwohl er Unbekanntes oft sehr eifrig meldet, eignet er sich kaum als reiner Wachhund. Gegenüber fremden Menschen ist er oft neutral oder kontaktfreudig.

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Border Collie - Steckbrief

Name: Border Collie

FCI-Gruppe: 1, Sektion 1 (Schäferhunde), Hüte- und Treibhunde

Größe: Hündin 45 cm | Rüde 55 cm

Gewicht: Hündin 15-20 kg | Rüde 20-24 kg

Lebenserwartung: ca. 10-12 Jahre

Charakter: sensibel, intelligent, lernbegierig, verspielt

Bedürfnisse: viel Auslauf, Bewegung und Beschäftigung

Krankheiten: Collie Eye Anomaly”, Knochenmarkserkrankung, Taubheit, Diabetes etc.

Hundeerfahrung: für erfahrene Hundebsitzer

Julia Schürer

Ich schreibe, lebe und liebe zusammen mit Ehemann Gregor, Sohn Paul und Dackel Igor in München. Seit April 2018 kümmere ich als Redaktionsleitung um mein zweites Haustier; schlappohr.de. Ich bin für die inhaltliche Planung, das Layout und die Weiterentwicklung von "Schlappi" verantwortlich. Natürlich schreibe ich auch gerne über meine persönlichen Erfahrungen als Hundebesitzerin und recherchiere als Expertin rund um die Themen Hund, Katze und Nagetiere.