SAMSTAG, 05.01.2019 Julia Weinzierler

Bombay klingt nach indischer Exotik, einer pulsierenden Großstadt und einem Ort voller Gegensätze. Doch hat die Bombay-Katze mit Indien erst einmal gar nichts zu tun – denn sie stammt aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Das aber nimmt ihr nicht ihren Anmut und ihre Schönheit.

Charakter und Haltung Bombay-Katze

Die Bombay-Katze hat den wohltuenden Charakter einer Burma, ist robust wie ein American Shorthair und hat vor allem eine Verbindung zu Bombay: das Aussehen der schwarzen Schönheit erinnert an einen indischen Schwarzen Panther im Kleinformat. Zu dem schwarzen Fell gesellen sich daher leuchtend goldene Augen und ein durchaus graziler und doch athletischer Körperbau.

Doch Du musst keine Sorge haben – das kleine Tier ist im Gegensatz zu seinem Vorbild in keinster Weise gefährlich. Dennoch findet sie sich in Europa sehr selten. Mit einer Bombay-Katze holt man sich daher eine Rarität ins Haus!

Eine Bombay-Katze ist zwar nur halb so groß wie eine herkömmliche Hauskatze und doch stolziert sie voller Eleganz und Anmut durch Deine Wohnung. Gerade wenn das Tier auf Streifzug durch ihre erkorenen Gefilde ist, ist ihr die Verwandtschaft zum Panther anzumerken: den Raubkatzen-Gang hat sie perfektioniert. Doch nicht nur das Erscheinungsbild ist besonders, denn die Bombay-Katze hat einen unvergleichlichen Charakter. 

Das schöne Tier ist nicht nur liebenswürdig und äußerst neugierig, sondern wird ebenso als sehr intelligent beschrieben. Trotz ihres wilden Aussehens ist sie dabei sehr am Menschen orientiert und möchte Dir als Halter kaum mehr von der Seite weichen. Ihr Lieblingsplatz kann daher schnell Deine Schulter werden.

Diese Menschenbezogenheit hat ihr den Namen „Hundkatze“ eingebracht, doch nicht nur die Liebe zu Frauchen oder Herrchen zeichnen diesen Charakterzug aus – auch kannst Du eine Bombay-Katze tatsächlich trainieren, da das Tier über eine große Lernbereitschaft verfügt.

Der freundliche Charakter des kleinen Panthers führt zudem zu einer ausgeprägten Redseligkeit, auf die Du Dich als Halter einstellen solltest. Das schöne Tier ist zwar im Auftreten grazil, hat dafür aber eine ganz besondere Stimme, die sie gerne und oft einsetzt. Für das Tier ist die trällernde Geräuschkulisse ein Aufmerksamkeitsgarant.

Bombay-Katze: Pflege ist ein Kinderspiel

Wenngleich Du dem Tier einiges an Aufmerksamkeit schenken darfst, werden diese kostbaren Stunden nicht für die Pflege draufgehen. Die Katze hat ein kurzes Fell und haart kaum. Wenn Du besonders viel Wert auf das glänzende Fell des Mini-Panthers legst, dann kannst Du sie mit einem Lederpflegetuch „streicheln“. Ansonsten ist die Bombay-Katze in Sachen Pflege extrem unkompliziert.

Spiele und Aktivitäten mit der Bombay-Katze

Die Bombay-Katze hat einen äußerst lernwilligen und neugierigen Charakter. Durch diese beiden Persönlichkeitszüge ergibt sich eine große Lust am Erlernen kleiner Tricks. Die Bombay lässt sich etwa an der Leine führen und kleine Übungen wie das Apportieren bereiten ihr viel Freude. Auch Geschicklichkeitsspiele und kleine Katzen-Rätsel nimmt das Tier durch seine Neugierde gerne an. Aber Vorsicht: Auch Dinge wie Türen öffnen sind schnell gelernt.

Am liebsten aber verbringt die Bombay-Katze Zeit mit Dir – was auch heißt, dass jedes Spiel, in dem Du involviert bist, dem Tier am meisten Spaß bereitet. Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten durch einen Menschen können da schnell eine ausgiebige Spielstunde ersetzen.

Der Name der Rasse leitet sich nicht nur aus der äußeren Ähnlichkeit mit dem indischen schwarzen Panther ab, auch der Körperbau ähnelt der Raubkatze. Daher ist die Bombay-Katze äußerst robust und muskulös und hat einen hohen Bewegungsdrang.

In Deinem Heim solltest Du daher auf ausreichende Kletter- und Beschäftigungsmöglichkeiten achten. Außerdem beobachtet das Tier gerne – ein Hochsitz oder ein Plätzchen am Fenster wird da schnell zum Lieblings-Ruheort.

Bombay-Katze: Futter und Ernährung

Eine Bombay-Katze ist auch in der Fütterung ein unkomplizierter Begleiter. Allerdings solltest Du im Hinterkopf behalten, dass sie sehr klein ist und einen eher kräftigen Körperbau hat. Folglich solltest Du bei der Ernährung auf Ausgewogenheit und vor allem auf die richtige Menge achten, um Übergewicht zu vermeiden.

Typische Krankheiten der Bombay-Katze

In Sachen Krankheiten hat sich die Bombay-Katze als sehr resistent erwiesen. Natürlich kann sie einem Katzen-Schnupfen oder kleinen Verletzungen nicht aus dem Weg gehen, aber Erbkrankheiten oder andere typische Krankheiten sind bisher nicht bekannt.

Allerdings hat sie einen ganz großen Feind: ihren eigenen, sehr kleinen Genpool. Durch die Seltenheit des Tieres kann es schnell zu Inzucht kommen, was schwere Krankheiten mit sich bringen kann. Ein guter Züchter wird, um dieses Risiko zu minimieren, auch mal eine Burma-Katze einkreuzen, sodass der Genpool sich wieder erweitert. Anzeichen für Inzucht sind etwa Immunschwächen, Kränklichkeit und eine verkürzte Lebenserwartung für das sonst sehr robuste Tier.

Für wen eignet sich eine Bombay-Katze

Eine Bombay-Katze ist in der Pflege zwar nicht besonders anspruchsvoll, umso mehr muss sich ihr künftiger Halter aber auf gemeinsam verbrachte Zeit einstellen. Der schöne Mini-Panther eignet sich daher nur für Dich, wenn Du mit einer anhänglichen Katze zurechtkommst, die Deine Aufmerksamkeit gerne lautstark einfordert.

Die Bombay-Katze hat einen sehr menschenbezogenen Charakter und freut sich daher über jede Art der Zuwendung, auch Kinder sind gern gesehene Spielgenossen. Wer Spaß daran hat, sich ausgiebig mit seinem Tier zu beschäftigen, wird sich nicht nur in das schöne Aussehen der Bombay-Katze verlieben – sondern auch umso mehr in ihren einzigartigen Charakter.

Bombay Katze