Rasseportrait: Bichon Frisé

DONNERSTAG, 29.03.2018

Charakter und Haltung:

Der Bichon Frisé ist ein sehr beliebter Wohnungshund, da er nicht haart. Gelegentliches Bürsten genügt völlig, denn der übliche Fellwechsel zur Sommer- oder Winterzeit fällt aus. Um Hautproblemen vorzubeugen, ist regelmäßiges Bürsten besonders bei jüngeren Tieren allerdings Pflicht. Bichon Frisés gelten als selbstbewusst und ausgeglichen. Sie sind sehr aufmerksam und wachsam und melden alles, was ihnen ungewöhnlich erscheint. Trotzdem eignen sie sich nicht unbedingt als Wach- und vor allem nicht als Schutzhunde. Denn gegenüber fremden Menschen und Hunden zeigen sie sich meist von ihrer ruhigen und freundlichen Seite.

Wegen ihres lebhaften und verspielten Wesens macht es ihnen meist große Freude, mit den Kindern der Familie zu spielen. Obwohl ein Bichon Frisé beim Spazierengehen sehr viel Ausdauer zeigen kann, gibt sich der lebhafte Vierbeiner auch mit kurzen Auslaufzeiten zufrieden. Dank seiner aufmerksamen, intelligenten Art, ist er vergleichsweise leicht erziehbar.

Größe, Aussehen und Lebenserwartung:

Bichon Frisés haben eine Widerristhöhe von maximal 30 cm, wobei Rüden in der Regel einige Zentimeter größer sind und etwas mehr wiegen als Hündinnen. Ihr Haar ist meist lang, dünn, sehr locker und weist Korkenzieherlocken auf. Die Fellfarbe ist dabei immer in reinem weiß gehalten. Ihre Lebenserwartung liegt bei ungefähr 9 bis 15 Jahren. Um Augenreizungen zu vermeiden, ist das Fell regelmäßig zurückzuschneiden. Auch auf häufige Haarpflege durch Bürsten ist zu achten, um Hautprobleme zu verhindern.

Geschichte:

Als Vorfahren des Bichon Frisé gelten der Water Spaniel bzw. Barbet. Es wird vermutet, dass der Bichon Frisé etwa zur Zeit des 14ten Jahrhunderts von spanischen Seglern mit auf die kanarischen Inseln gebracht wurde. Auf den Inseln kam es dann zu weiterer Züchtung, bis einige der Hunde durch Verkauf wieder auf dem europäischen Festland landeten. Ursprünglich hießen die Hunde entsprechend ihrer Heimatinsel noch “Teneriffe”.

Besonders im 16ten Jahrhundert waren die Vierbeiner in europäischen Herrschaftshäusern sehr beliebte Begleithunde. Nicht nur am Hofe Henry III, sondern sogar in allen Salons höherstehender Damen und Herren fand man Bichon Frisés vor. Da mit ihm sehr liebevoll und verhätschelnd umgegangen wurde, erhielt er bald seinen heutigen Namen. (Von franz. “bichonner” = verhätscheln, herausputzen. Und franz. “frisé” = gelockt.) Seit 1933 existiert ein offizieller Rassestandard, der vom französischen Hundeverband aufgenommen wurde.