MONTAG, 04.12.2017

Charakter und Haltung:

Basset Hounds sind sehr liebenswerte und gutmütige Tiere. In Familien integrieren sie sich meist sehr schnell und können sehr anhänglich werden. Aufgrund ihrer hohen Intelligenz lassen sie sich in der Regel gut erziehen, doch sie können sich auch von einer eigenwilligen Seite zeigen.

Zu beachten ist außerdem, dass einem Basset der Jagdtrieb noch im Blut steckt. Obwohl er mit seinen kurzen Beinen nicht der schnellste Laufhund ist, weist er doch ein beträchtliches Maß an Ausdauer auf. Mit seiner hochempfindlichen Nase spürt er fast jede Wildfährte auf. In Gegenden mit hohem Wildbestand kann womöglich sein Instinkt mit ihm durchgehen, da er ursprünglich für die Verfolgung von Niederwild wie etwa Hasen gezüchtet wurde.

Größe, Aussehen, Lebenserwartung:

Basset Hounds haben eine Widerristhöhe von ungefähr 33 bis 38 cm und ein Gewicht zwischen 18 und 27 kg, wobei Rüden in der Regel einige Zentimeter größer sind und etwas mehr wiegen als Hündinnen. Ihr Fell ist meist kurz, dicht und glatt. Auch wenn die Fellfarbe variieren kann, ist die üblichste Ausführung eine Mischung aus schwarz, weiß und braun. Ihre Lebenserwartung liegt bei ungefähr 10 bis 12 Jahren.

Zu häufigen Erkrankungen zählen Bandscheibenprobleme, die durch den Körperbau bedingt sind. Wegen seiner riesigen hängenden Ohren kann es häufig auch zu Ohrenentzündungen kommen, die chronisch werden können. Leider können Bassets auch oft ihre Augenlider nicht richtig schließen, was zu vermehrtem Tränenfluss und Bindehaut-Entzündungen führen kann. Der Deutsche Tierschutzbund setzt sich mit Hinblick auf diese Probleme für eine strengere gesetzliche Regelung ein, um Qualzucht zu verhindern.

Geschichte:

Der Basset Hound stammt von der mittlerweile ausgestorbenen französischen Hunderasse “Basset d’Artois” ab. Letztere geht wahrscheinlich auf den St. Hubertus-Hund zurück, der in England auch als Bloodhound bekannt wurde. Das “Bas” in “Basset” steht für das französische Wort für “niedrig”, da die Hunde meist als Jagdhunde für Niederwild eingesetzt wurden. Er zählt damit zur Gruppe der Laufhunde beziehungsweise Schweißhunde, da er bereits angeschossenes Wild verfolgt und aufspürt.

Im 19ten Jahrhundert begann die systematische Zucht, so dass 1866 die erste Jagdmeute existierte. Nach dem die Zucht von Frankreich nach England importiert wurde, kam es zur Erweiterung mit dem mittlerweile typischen Merkmal des “Bloodhoundkopfes”. In Deutschland wurde erst im Jahr 1957 der erste offizielle Basset-Wurf registriert. Unter anderem durch die Fernsehserie “Columbo” wurden Bassets in den 70er Jahren zu einem Modehund, was damals ihrer Gesundheit aufgrund von Überzüchtungserscheinungen nicht zugute kam.