Rasseportrait: Alaskan Malamute

MONTAG, 26.02.2018

Charakter:

Alaskan Malamutes lieben es, gefordert zu werden. Denn als kräftige Schlittenhunde sind sie es gewohnt, schwere Lasten zu ziehen. Wer sie nicht ausreichend fordert, wird es schnell mit einem verhaltensauffälligen Hund zu tun bekommen. Obwohl sich Malamutes durch große Freundlichkeit auszeichnen, ist ihre Erziehung leider nicht einfach. Die in der Wildnis der Arktis nötige Selbstständigkeit und Eigenwilligkeit könnte sogar einige Hundebesitzer zur Verzweiflung bringen.

Schafft man es aber, ihn auf seine Seite zu bekommen, hat man es mit einem arbeitswütigen und treuen Freund zu tun, der auch sehr verschmust sein kann. Durch seine Freundlichkeit auch gegenüber Fremden ist er als Wachhund kaum geeignet. Der angeborene Jagdtrieb bedeutet, dass er meist an der Leine gehalten werden sollte. Doch trotz Leinenhaltung benötigt er jede Menge Auslauf und ist für Stadtwohnungen ungeeignet - eine Unterforderung würde ihm nicht gut bekommen.

Zu beachten ist auch, dass er in seiner arktischen Heimat mehr Nutztier als Haustier ist. Oft fühlt er sich erst im Zusammenspiel mit Artgenossen oder zumindest einer sehr engen Anbindung an die Familie richtig wohl. Neben seinem Drang nach körperlicher Tätigkeit ist es also auch wichtig, seine sozialen Bedürfnisse abzudecken.

Größe, Aussehen, Lebenserwartung:

Alaskan Malamutes haben eine Widerristhöhe von ungefähr 58 bis 65 cm und ein Gewicht zwischen 34 und 40 kg, wobei Rüden in der Regel einige Zentimeter größer sind und etwas mehr wiegen als Hündinnen. Als Lasttiere haben sie einen äußerst kräftigen und imposanten Körperbau. Ihr Fell besteht aus einem weichen und langen Unterfell und einem dichten Deckhaar und ist sehr wetterfest. Ihre Lebenserwartung liegt bei ungefähr 10 bis 12 Jahren.

Geschichte:

Der Name der Alaskan Malamutes geht auf den Eskimostamm der Malemutes zurück, die sie als kräftige und arbeitsame Schlittenhunde hielten. Als eine der ältesten arktischen Hunderassen zogen Malamutes schon vor über 2000 Jahren schwere Lasten und halfen bei der Jagd. Anders als Huskies sind sie dabei nicht auf Geschwindigkeit, sondern Kraft gezüchtet worden. Durch die verstärkte Zucht für Schlittenhunderennen war die Rasse der Malamutes einige Zeit nur noch in einigen Inuitdörfern in ihrer Reinform zu finden. Seit 1935 besteht die offizielle Formulierung des Rassestandards, die vom American Kennel Club anerkannt wurde. Im selben Jahr wurde der “Alaskan Malamute Club of America” gegründet, der sich bis heute für die Bewahrung der Rassestandards einsetzt.