Hundemilch: Ist PETA mit dieser Aktion zu weit gegangen?

DONNERSTAG, 15.06.2017

PETA sorgt mit außergewöhnlichen Aktionen immer wieder für Aufsehen. Für alle, die regelmäßig Kuhmilch trinken, hat die Tierschutzorganisation ein ganz besonderes Video gedreht. Es zeigt, wie Mitarbeiter von PETA an Passanten eine neuartige Milch verteilen. Die kostenlose Geschmacksprobe wird zunächst gerne angenommen. Doch dann der Schock: Angeblich handelt es sich um Hundemilch. Voller Entsetzen spucken die Testpersonen die Flüssigkeit aus.

Mit ihrer Aktion stellen die Tierschützer völlig zurecht in Frage, warum das Trinken der Milch von Hunden ekliger sein sollte, als von einer anderen Tierart. In Wahrheit handelte es sich übrigens um Sojamilch, die den Meisten sogar schmeckte. Erst die Information, dass es sich um Hundemilch handele, führte zum Ekel. Genau wie beim Fleischkonsum scheint die Grenze zwischen Ekel und Genuss nur von Gewohnheiten abzuhängen - und nicht von rationalen und tierethischen Argumenten.

An der Milchindustrie kritisieren die Tierschützer vor allem, dass statt dem Wohl der Tiere die maximale Produktionsmenge im Mittelpunkt stehe. Auf Peta.de heisst es hierzu: “So werden Kühe, die weit über 15 Jahre alt werden können, bereits nach 4 bis 5 Jahren getötet, wenn ihre Milchleistung nachlässt. In dieser kurzen Lebenszeit werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet und ihr Kind wird ihnen direkt nach der Geburt weggenommen.”