Diese 7 Erziehungstipps für Hunde solltet ihr kennen

SAMSTAG, 30.12.2017

Euer Hund will einfach nicht mehr vom Sofa herunter oder zerbeißt konsequent alle Schuhe? Die Hundeerziehung fällt leider nicht immer leicht. Deshalb wollen wir euch einige grundlegende Tipps mit an die Hand geben, mit denen ihr den ein oder anderen Erziehungsfehler vermeiden könnt.

1. Konsequenz zeigen

Nichts ist ungünstiger als inkonsequentes Verhalten. Wenn euer Hund nicht weiß, woran er bei euch ist, wird auch von seiner Seite aus kein klares Verhaltensmuster entstehen. Seid also konsequent, was Verbote und Co. anbelangt. Wenn es am Essenstisch der Familie kein ständiges Betteln geben soll, dürft ihr von eurer eigenen Regel keine Ausnahme machen.

2. Aus Kommandos keine Geschichten machen

Auch im Bereich der Sprache lohnt sich Konsequenz. Wenn ihr etwas Bestimmtes von eurem Hund wollt, fangt nicht an, Geschichten zu erzählen. “Was soll denn das, jetzt bist du schon wieder auf das Sofa gesprungen, geh sofort da runter!” mag zwar ausdrücken, was ihr gerade denkt - doch stattdessen solltet ihr für jede Situation ein klares Wort haben, das sich euer Hund einprägt. Ein “Aus!”, “Platz”, “Nein”, usw. muss genügen! Natürlich könnt ihr mit eurem Hund so viel reden, wie ihr wollt. Wenn ihr aber ein ganz bestimmtes Verhalten von ihm erwartet, ist dafür meist die falsche Zeit.

3. Ein Kommando sollte genügen

“Sitz!, Sitz!, Sitz!,...” Zuerst sitzt euer Hund ganz brav, doch sobald ihr aufhört, “Sitz!” zu sagen, kommt er auf euch zugerannt? Dann hat er sich offenbar eingeprägt, dass ihr permanent den Befehl wiederholt. Sobald ihr verstummt, springt er auf - denn dann ist die “Sitz”-Phase schließlich vorbei! Um diese Fehlprägung zu verhindern, solltet ihr euch also auf ein einmaliges Kommando beschränken.

4. Loben und schimpfen: Wenn, dann immer sofort

Wie im menschlichen Leben, zählt auch in der Welt der Hunde das richtige Timing. Darauf solltet ihr genau achten, wenn ihr wollt, dass sich ein Hund einprägt, was erwünscht und was unerwünscht ist. Denn nur, wenn ihr euren Hund auf “frischer Tat” ertappt (etwa beim Buddeln im Gemüsebeet), hat Schimpfen wirklich Sinn. Macht ihr eurer Wut dagegen erst 20 Minuten später Luft, weiß der arme Vierbeiner überhaupt nicht, was ihr von ihm wollt. Auch das Loben darf natürlich nicht zu spät kommen. Sobald sich euer Hund lobenswert verhält, solltet ihr ihm das sofort zeigen.

5. Beim Spazierengehen die Kontrolle behalten

Klar, am liebsten lassen wir unseren Vierbeinern ihre Freiheit. Doch wer mit ihnen an der Leine geht, sollte sich nicht daran gewöhnen, sich von ihnen führen zu lassen. Denn Hunde sehen es nicht gerade als ihr Aufgabengebiet, den Überblick über Straße und Verkehr zu behalten - das muss Herrchen und Frauchen für sie im Griff haben. Wenn ihr ohne Leine ausgeht, sollte sich euer Hund schon daran gewöhnt haben, sich an euch zu orientieren. Das erreicht ihr unter anderem durch "Bring mir das Stöckchen"-Spiele und Üben der grundlegenden Kommandos - immer mit entsprechender Belohnung, versteht sich. Zur Sicherheit könnt ihr den ersten Spaziergang ohne Leine (sofern dies in eurer Umgebung überhaupt erlaubt ist) kurz halten und genau auf die Reaktionen eures Vierbeiners achten.

6. Geduld haben!

In der Erziehung geht nicht alles von heute auf morgen. Deshalb braucht es für die meisten Lernprozesse eures Hundes jede Menge Geduld. Sie wird sich schon bald auszahlen! Wer aus Ungeduld plötzlich in unpassenden Momenten zu schimpfen anfängt oder gar handgreiflich wird, kann die Erziehung seines Hundes nachhaltig vermasseln - und die Beziehung zur Seele des Tieres sowieso. Wenn zu Beginn nicht alles klappt, ist das nicht schlimm und völlig normal. Bei jeder Übung solltet ihr mit kleinen Schritten anfangen und die Schwierigkeit nur langsam steigern.

7. Sich Hilfe suchen

Könnt ihr euren Hund in manchen Situationen kaum bändigen? Kontakt zu erfahrenen Haustierbesitzern könnte hilfreich sein, um spezifische Tipps zu bekommen. Oder natürlich ihr geht gleich zu einer Hundeschule. Dort könnt ihr für alle Situationen des Alltags unter fachkundiger Aufsicht das richtige Verhalten mit eurem Hund üben.