Dem Hund „Sitz“ beibringen gehört zur Hundeerziehung einfach dazu. Doch gerade wenig lernwillige Rassen oder besonders sture Tiere tun sich mit diesem Grundkommando etwas schwer. Dabei gibt es einige einfache Tricks, wie Du Deinem Hund „Sitz“ ganz einfach beibringen kannst.

Warum ist es wichtig, dass ein Hund „Sitz“ kann?

Dem Hund „Sitz“ beibringen hilft Deinem Vierbeiner bei zur Ruhe zu kommen und sorgt dafür, dass er Blickkontakt zu Dir aufnimmt um sich auf Dich zu konzentrieren. Das kann in jeder Situation sinnvoll sein, in der Dein Hund aufgeregt ist oder nicht weiß, wie er sich verhalten soll. Außerdem hilft es, Begegnungen mit anderen Hunden zu lenken. Nicht alle Tiere vertragen sich und es ist nicht immer die geeignete Zeit und der passende Ort zum Spielen und zur Kontaktaufnahme.

Das Kommando „Sitz“ hilft Deinem Hund, in bestimmten Situationen die Ruhe zu bewahren und seine Aufmerksamkeit ungeteilt auf Dich zu lenken.

Wenn Du Deinem Hund „Sitz“ beigebracht hast, hilft es euch beiden zum Beispiel bei Begegnungen mit anderen auf engsten Raum. So kann ein anderer Hund in engen Gassen vorbeigehen, ohne dass es zu Verwicklungen der Leinen oder Aggressionen kommt. Auch bei Treffen mit Menschen, die aus bestimmten Gründen keinen Körperkontakt mit Deinem Tier haben möchten, kannst Du mit dem Grundkommando „Sitz“ Deinen Hund mit etwas Abstand positionieren.

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Zusätzlich kann es auch die Sicherheit vor dem Überqueren von Straßen erhöhen, wenn Dein Hund lernt, sich vorher hinzusetzen und damit in ausreichender Entfernung zu vorbeifahrenden Autos fixiert ist. In diesem Zusammenhang ist aber darauf zu achten, dass ältere Hunde, die Probleme mit den Gelenken haben, sich vielleicht aufgrund von Schmerzen nicht mehr so häufig setzen können. Diese haben aber in der Regel dann auch nicht mehr so viel Temperament, dass sie unvorhergesehen auf die Straße rennen könnten, so dass „Sitz“ am Straßenrand dann nicht mehr so wichtig ist.

Wann sollte ein Hund „Sitz“ lernen?

Hunde lernen ihr ganzes Leben lang. Wenn Dein Hund „Sitz“ noch nicht richtig beherrscht, obwohl er schon ausgewachsen ist, ist dies kein Grund zu Verzweifeln. Du kannst die Erziehung immer noch durch regelmäßige Übung verbessern.

Unser Dackel konnte mit knapp zwei Jahren eigentlich nichts. Ich habe dann über ein halbes Jahr mit ihm täglich geübt. Heute kann er „Sitz“, „Komm“ und „Aus“. Das ist zwar wirklich wenig, aber für einen Dackel schon recht viel.

Julia S., Dackelbesitzerin

Hast Du einen Welpen aufgenommen, solltest Du etwa im Alter von sechs bis sieben Monaten mit dem Üben der Grundkommandos beginnen. Davor ist das Hundebaby noch mit der Orientierung in seiner Umwelt und an seinen neuen Bezugspersonen ausgelastet. Welpen können sich noch nicht lange konzentrieren.

Ähnliches kann beispielsweise auch für einen ausgewachsenen Straßenhund gelten, wenn er plötzlich in einer unbekannten Umgebung zurechtkommen und Kommandos vom Menschen lernen muss. Achte daher beim Training auch immer darauf, ob Dein Hund noch aufnahmefähig ist und höre auf, wenn er sich nicht mehr konzentrieren kann, um mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen und Euch beide nicht zu frustrieren.

Wie bringt man einem Hund „Sitz“ bei?

Es gibt mehrere Wege, einem Hund „Sitz“ beizubringen. Die einfachste Methode: Einfach „Sitz“ sagen, wenn er sich von selbst setzt und ihn daraufhin loben. Auf diese Weise versteht das Tier meist recht schnell von selbst, was mit dem Kommando gemeint ist. Wenn Du das einige Male wiederholst und anschließend selbst zuerst das Kommando „Sitz“ gibt, wissen die meisten Hunde, was man von ihnen möchte. Setzt sich der Vierbeiner dann hin, solltest Du ihn freudig loben und mit einem Leckerli belohnen.

Eine weitere Möglichkeit ist es, einen Futterhappen über den Kopf des Hundes zu halten und dann Richtung Rücken zu bewegen. Da er dieses mit seinen Augen verfolgt, setzt er sich meist automatisch recht schnell. Dies kann man dann ebenso mit dem Kommando und eventuell noch einem zusätzlichen Handzeichen kombinieren.