Clickertraining mit dem Hund: Alles Wichtige einfach erklärt

MONTAG, 19.11.2018 Lisa Hummel

Clickertraining mit dem Hund ist eine wirklich sehr einfache Art und Weise dem Hund zu erklären, was Du von ihm möchtest. Gleichzeitig ist es die wohl effektivste Art und Weise der Hundeerziehung. Ganz vereinfacht gesagt: ein Click bedeutet für den Hund eine Belohnung. Wir zeigen Dir einige Clickertraining-Übungen, die sich für Dich und Deinen Hund eignen, welche Tricks Du anwenden kannst und wie das Clickertraining mit Deinem Hund zum echten Erfolg wird.

Das Clickertraining mit dem Hund bedient sich der verhaltenspsychologischen Praxis der Konditionierung. Dabei lernt der Hund, dass das Click-Geräusch eine angenehme Folge hat: Im Normalfall eine Belohnung. Bei der Konditionierung wird ein bestimmter Reiz mit einer Belohnung kombiniert. So wird ein bestimmtes Verhaltens gefördert, da der Hund lernt, dass er sich mit diesen Handlungen oder Verhaltensweisen eine Belohnung verdient. So wird er diese Handlungen wahrscheinlicher auch in Zukunft zeigen, da er damit rechnet, dafür belohnt zu werden.

Beim Üben werden ein Clicker oder Knackfrosch eingesetzt. Drückt der Halter darauf, ertönt ein Geräusch, das dem Hund anzeigt, dass er gerade etwas richtig gemacht hat und er jetzt belohnt wird. Das soll dabei helfen, dem Tier deutlicher zu signalisieren, was von ihm erwartet wird. 

So funktioniert das Training mit dem Clicker

Der Clicker wird immer dann getätigt, wenn der Hund gerade etwas tut, das vom Halter gewünscht wird. Es kann auch sein, dass er etwas unterlassen soll, zum Beispiel am Besuch hochspringen. Entscheidend ist dabei, dass der Clicker nur dann ausgelöst wird, wenn der Hund etwas tut, was von Dir gewünscht ist. Zudem muss nach dem Click immer eine Belohnung folgen. Nur dann lernt der Hund, dass das Geräusch mit dem Leckerli verknüpft ist und etwas positives bringt.

Alternativ zum Klicker können auch andere Geräusche verwendet werden. Manche Hundehalter pfeifen oder schnalzen mit der Zunge. Der Effekt ist aber der gleiche.

Gehirnjogging für den Hund

Clickertraining bietet eine Möglichkeit zur Kommunikation zwischen Mensch und Tier. Dein Hund kann dadurch besser verstehen, was Du von ihm möchtest. So wird Eure Bindung noch enger. Aber auch das Gehirn Deines Tiers wird trainiert.

Dein Hund lernt das Ausführen bestimmter Verhaltensweisen. Wenn das mit einfachen Dingen gut funktioniert und Du das Gefühl hast, dass er eure Kür im Schlaf beherrscht, kannst Du damit anfangen, die Schwierigkeit zu steigern und ihm immer anspruchsvollere Dinge beibringen.

Wichtig ist dabei, dass Du Dich am Lernfortschritt Deines Hundes orientierst. Euer Training soll Spaß machen und Dir eine Hilfe sein. Ihn überfordern sollte es allerdings nicht. Und vor allem: Niemals das Leckerli vergessen!

Clickertraining: Der Anfang

Zu Beginn muss Dein Hund die Verbindung zwischen dem Click-Geräusch und dem Erhalten der Belohnung erlernen, sodass er im Laufe der Zeit das Klicken allein als etwas positives versteht. Dafür solltest Du etwa 30 Mal hintereinander erst den Knackfrosch betätigen und dann gleich im Anschluss etwas zum Naschen anbieten, damit Dein Hund lernt, was es mit dem Clicker auf sich hat und wieso es sich lohnt, darauf zu hören. Verbindet Dein Liebling mit dem Geräusch die Belohnung, kannst Du mit dem Lehren der ersten Tricks oder Befehle starten. Achte aber stets darauf, dass die Trainingseinheiten nicht zu lange dauern. Ein bis zwei Minuten reichen für den Anfang, dann solltet ihr eine Pause einlegen. So kann Dein Liebling ideal lernen, ohne dass er überfordert wird. Integriere auch ein paar Spiele, denn Spaß ist der beste Lehrmeister.

Clickertraining Hund pin

Clickertraining mit dem Hund verbessert die Kommunikation

Clickertraining mit dem Hund

Das Clickertraining stellt für Hundehalter eine effektive und einfache Möglichkeit dar, um neue Tricks oder Verhaltensweisen zu lernen. Das Gute: Es eignet sich für jeden Hund, wirkt sich positiv auf die Kommunikation aus und bringt viel Spaß.

Lisa Hummel