Der “schuldige Blick” steckt eurem Hund in den Genen!

Nach vorn geneigter Kopf und große Kulleraugen - wenn sich euer Hund schuldig fühlt, hat er seine ganz eigene Masche, um euch wieder wohlgesonnen zu stimmen. Doch wie ist dieses Verhalten eigentlich entstanden? Ist es eine Folge der Domestizierung oder steckt mehr dahinter, als das jahrhundertealte Zusammenspiel von Mensch und Tier?

In “Psychology Today” erklärt Biologe Dr. Nathan Lents, dass der “reuige” Blick nicht erst wegen des Menschen entstanden ist, sondern den Hunden in den Genen steckt. Denn auch die evolutionären Vorfahren von Hunden weisen dieses Verhalten auf, wie Untersuchungen von Wölfen zeigen.

Die sogenannte “Entschuldigungs-Verbeugung” kann schon bei jungen Wolfswelpen beobachtet werden. Sie kommt beispielsweise zum Einsatz, wenn ein Tier während des Kräftemessens beim Spielen zu grob war und sich entschuldigen muss.

Wölfe, die zu fest zugebissen haben, werden nämlich als Strafe ignoriert. Da sich die sehr sozialen Tiere instinktiv nach nichts mehr sehnen, als anerkannter Teil des Rudels zu sein, werden sie sich um eine Entschuldigung mit “Verbeugung”, reuigem Blick und zwischen die Beine gezogenem Schwanz bemühen.

Die Körpersprache vereint dabei Entschuldigung und Unterwerfung, denn die unterwürfige Haltung demonstriert dem anderen Tier “Du hast Recht - und ich Unrecht”.

Das nächste Mal, wenn euch euer Hund mit großen Augen und zwischen die Beine gekniffenem Schwanz anschaut, werdet ihr euch vielleicht daran erinnern, dass in eurem geliebten Vierbeiner ein kleiner Wolf steckt. Trotz zerbissener Schuhe oder sonstiger Untaten - Vielleicht wird euch als “Rudelführer” noch mehr bewusst, wie sehr sich euer Hund auf euch verlässt und auf eure Liebe angewiesen ist?