Schon seit Jahren versuchen Tierschutzorganisationen wie PETA darauf aufmerksam zu machen, dass Tiere keine Ware sind. Doch der illegale Welpenhandel blüht. Und obwohl einigen Menschen der Slogan “Adoptieren statt kaufen” schon geläufig ist, warten jährlich zehntausende Tiere umsonst auf ein neues Zuhause. Was hält so viele Menschen davon ab, sich auf Tiere aus dem Heim einzulassen? Schließlich sprechen viele Gründe dafür, wie ihr im Folgenden sehen könnt.

1. Wenn ihr Tiere liebt…

Wenn ihr Tiere wirklich liebt, denkt an die, die eure Liebe am nötigsten haben. So viele suchen verzweifelt nach einer neuen Familie – warum solltet ihr stattdessen die Nachfrage auf dem Welpenmarkt erhöhen, der die Zahl der Tierheimbewohner nur noch weiter ansteigen lässt?

2. Tierheime helfen euch, den “Richtigen” zu finden

Oft scheidet die Option zum Tierheim zu gehen schon im Vorhinein aus. Viele befürchten “die Katze im Sack” zu kaufen oder einen “Problem-Hund”, der nichts als Ärger macht. Doch wer den Gang zum Tierheim wagt, wird schnell feststellen, dass dem nicht so ist. Schließlich achten die Mitarbeiter darauf, euch über Charakter, Verhalten und Bedürfnisse des jeweiligen Tieres aufzuklären. In der Rhein-Neckar-Zeitung erklärt Ulf Hoffmann, Pressesprecher des Tierheims Berlin hierzu: “Seriöse Tierheime achten darauf, dass der Halter zum Tier passt, nicht umgekehrt. Sonst landet das adoptierte Tier als Rückläufer schnell wieder im Tierheim.” Ihr könnt euch also in Ruhe mit den Tieren auseinandersetzen – und mit ihnen beispielsweise Gassi gehen. Oft ist sogar ein “Probewohnen” bei euch zuhause für einige Tage möglich.

3. Die Tiere sind nicht “zweite Wahl”

Lasst euch von Vorurteilen nicht abhalten, nach welchen im Tierheim nur “kaputte” und sozial unverträgliche Tiere landen. Die Tiere werden schließlich von Tierärzten und Therapeuten betreut. In die Vermittlung gehen sie erst dann, wenn ihre Gesundheit und ihr Verhalten überprüft ist. Die Annahme, dass Tiere aus dem Heim “zweite Wahl” sind, ist besonders traurig. Zeigt sie doch, dass die Denkweise unserer Wegwerf-Gesellschaft bereits den Kauf bzw. die Adoption von Lebewesen fest im Griff hat. Und nein – sie sind nicht “zweite Wahl”. Sie sind oft ganz genauso “normal” wie die Katze oder der Hund eurer besten Freunde. Wollt ihr sie für immer im Tierheim leben (und sterben) lassen, nur weil ihre ehemaligen Besitzer vielleicht keine Zeit mehr für sie hatten?

4. Die Adoption kostet wenig

Im Vergleich zu den Kosten für einen Welpen vom seriösen Züchter kosten die Tiere im Tierheim weit weniger. Doch warum ist eine Adoption eigentlich nicht kostenlos? Eine Schutzgebühr ist nötig, um den Betrieb des Tierheims zu finanzieren. Impfungen, medizinische Behandlungen, Floh-/Zeckenmittel, Mikrochip, Kastration, Bluttests, Futter, Unterbringungskosten müssen schließlich bezahlt werden.

5. Womöglich rettet ihr zwei Leben

Manchmal müssen kranke oder altersschwache Tiere eingeschläfert werden, um Platz für Neuankömmlinge zu schaffen. Mit eurer Adoption leistet ihr einen wichtigen Beitrag, dass Tierheime nicht mehr an Platzmangel leiden.