Achtung Weihnachten - Diese Gefahren lauern!

FREITAG, 21.12.2018

Zu Weihnachten lauern für Hunde viele Gefahren bei uns zu Hause: alles ist festlich geschmückt, es glitzert und funkelt überall. Es duftet nach leckeren Plätzchen und deftigem Braten. Doch Achtung, hier lauern lebensgefährliche Gefahren für Deinen Hund.

Deinem Hund läuft beim Anblick des Bratens das Wasser im Maul zusammen? Er springt freudig um den Weihnachtsbaum herum, weil die Christbaumkugel so schön funkeln? Das ist zweifelsfrei sehr süß anzusehen, für Deinen Hund lauern aber an Weihnachten einige Gefahren. Bestimmte Lebensmittel, Geschenkverpackungen, Weihnachtsdekoration oder Spielzeug: hier kann es lebensgefährlich werden.

Ätherische Essenzen

Du hast überall duftendes Potpourri stehen? Duftöle erfüllen den Raum mit weihnachtlichem Geruch und Aromakerzen brennen überall? Hier lauert die erste Gefahr für Deinen Hund an Weihnachten: die enthaltenen ätherischen Essenzen können bei Tieren zu lebensgefährlichen Vergiftungen führen oder zu Entzündungen der Schleimhäute und Magen-Darm-Problemen gepaart mit Krämpfen. Am besten stellst Du Duftkerzen, Duftlampen, Potpourri & Co. außerhalb der Reichweite Deines Hunde auf.

Symptome: Krämpfe, Atemnot, Magen-Darm-Probleme

Gefahr: Vergiftung

Christbaum-Dekoration

Du liebst es bunt und funkelnd am Christbaum? Du hast zahlreiche Christbaumkugeln, die Du unbedingt an den Baum hängen möchtest? Kleine Anhänger vervollständigen Deinen wunderschönen Weihnachtsbaum? Dein Hund wird davon sicher auch begeistert sein, aber das alles birgt ein hohes Risiko. Dein Tier könnte sich eine Glaskugel vom Baum stibitzen und versuchen sie zu fressen. Die Scherben können Pfoten und Mundraum verletzen. Nicht auszudenken was passieren würde, würde Dein Hund versehentlich eine Scherbe verschlucken. Erstickungsgefahr besteht auch bei kleinen Deko-Gegenständen. 

Symptome: Atemnot, Würgen, Blut spucken, verletzte Pfoten

Gefahr: Verletzungen und Ersticken

Verpackungsmaterial

Schon weiht vor Weihnachten stapeln sich bei uns die Kartons und einiges an Verpackungsmaterial. Zerkaut Dein Hund einen einfachen, ungebleichten und nicht bedruckten Karton, ist das meistens nicht weiter schlimm, da es sich nur um Fasermaterial handelt. Füllmaterial aus Plastik, Geschenkbänder und bedrucktes Papier hingegen können lebensgefährlich sein. Füllmaterial und Geschenkbänder können zum Ersticken führen, bedrucktes Geschenkpapier kann zu starken Verdauungsproblemen bei Deinem Hund führen.

Symptome: Atemnot, Verstopfung, Durchfall, Erbrechen

Gefahr: Ersticken, Vergiftung

Kerzen

Eigentlich selbstredend, dass man Kerzen nicht unbeaufsichtigt brennen lässt. Nicht nur das Feuer der Kerze, auch das Wachs können eine erhebliche Gefahr an Weihnachten für Deinen Hund sein. Er könnte die Kerze umstoßen und sich dabei verbrennen. Frisst Dein Hund eine Kerze, führt das zu Verstopfung. Bei Teelichtern besteht die Gefahr, dass sich Dein Hund am Aluminium verletzt. Auch echte Kerzen am Weihnachtsbaum können für Dein Tier lebensgefährlich werden. Am besten verzichtest Du ganz auf echte Kerze.

Symptome: Verstopfung, Durchfall, Krämpfe, Erbrechen, Verbrennungen

Gefahr: Ersticken, Magen-Darm-Verschluss 

Hefeteig

Die im Hefeteig enthaltene Hefe sorgt dafür, dass der Teig schön aufgeht. Frisst Dein Hund große Mengen rohen Hefeteig, kann dass zu sehr schmerzhaften Blähungen führen. Auch fertiges Hefegebäck sollte Dein Hund nicht fressen. Der enthaltene Zucker ist für Hunde sehr ungesund und auch fertiges Hefegebäck kann zu Blähungen führen. Akute Lebensgefahr besteht aber nicht, außer Dein Hund verschluckt sich am Teig oder am Gebäck. Hat das Tier große Mengen gefressen, solltest Du dennoch zum Tierarzt gehen um einen Durchbruch der Magen- oder Darmwand auszuschließen.

Symptome: Bauchkrämpfe, Blähungen, Völlegefühl

Gefahr: Magenwand- oder Darmwanddurchbruch

Lebkuchen

So aromatisch ein Lebkuchen für uns Menschen ist, so gefährlich ist er für Hunde. Lebkuchen enthalten verschiedene Gewürze, darunter Muskatnuss, Zimt und Kakao. Besonders der enthaltene Kakao kann im schlimmsten Fall tödlich für den Hund enden. 

Symptome: Atemnot, Erbrechen, Durchfall, erhöhter Puls

Gefahr: Vergiftung, Tod

LESETIPP: Giftige Lebensmittel für Hunde

Muskatnuss

Weihnachtsgebäck wird gern mit Muskatnuss verfeinert. Essen wir Menschen zu viel davon, führt das bei uns zu Bauchschmerzen und Magen-Darm-Problemen. Frisst ein Hund große Mengen Muskatnuss führt das zu Krämpfen bis hin zum Tod. Sollte Dein Hund also Muskatnuss gefressen haben, solltest Du sofort zum Tierarzt gehen. 

Symptome: Krämpfe, heftiges Zittern

Gefahr: Tod

Weihnachtsstern, Mistelzweige und Christrosen

Du hast Deine Wohnung mit weihnachtlichen Pflanzen dekoriert? Dein Hund findet das bestimmt sehr interessant und möchte gerne mal von einer der Pflanzen kosten. Hier lauern große Gefahren für Hunde an Weihnachten, denn die Pflanzen sind giftig und können zu Entzündungen der Schleimhäute, Magenbeschwerden, Lähmungen, sinkender Körpertemperatur oder Krämpfen führen.

Symptome: Durchfall, Erbrechen, Jucken im Mundraum

Gefahr: Vergiftung

Plätzchen

Ähnlich wie Lebkuchen und Hefeteig können auch Plätzchen zu gesundheitlichen Problemen führen. Zucker, Nüsse, Schokolade und Gewürze werden von Hunden nicht vertragen und sind sehr gesundheitsschädlich. Hierbei ist es völlig egal, ob Dein Hund rohe oder gebackene Plätzchen frisst. 

Symptome: Krämpfe, Atemnot, Fieber, Erbrechen, Durchfall

Gefahr: Erstickungsgefahr

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Rosinen

Rosinen und Trauben sind für Hunde absolut tabu. Die Schale enthält den giftigen Stoff Oxalsäure. Dieser kann zu einem Nierenversagen führen, das nicht selten tödlich endet. Schon eine kleine Menge an Trauben oder Rosinen ist gefährlich. 

Symptome: Durchfall, Erbrechen, Lethargie, Krämpfe

Gefahr: Nierenversagen

Sprühschnee

Er sieht hübsch aus an der Fensterscheibe, kann aber für Deinen Hund zur echten Gefahr werden. Schon kleine Mengen Sprühschnee, von der Fensterscheibe geleckt, können zu schweren Vergiftungen führen.

Symptome: Atemnot, Erbrechen, Durchfall, Krämpfe

Gefahr: Vergiftung

Streusalz

Empfindliche Hundepfoten mögen Streusalz gar nicht. Es ist nicht nur besonders schmerzhaft, die Pfoten können auch aufreißen und sich entzünden. Du solltest also nach dem Gassigehen die Pfoten mit lauwarmen Wasser reinigen. Besonders gefährlich: frisst Dein Hund Streusalz (zum Beispiel mit größeren Mengen Schnee), kann das zu gefährlichen Vergiftungen führen.

Symptome: Erbrechen, schnelle Atmung, Krämpfe, Torkeln

Gefahr: Nierenschäden, Nierenversagen, Tod

Zimt

Frisst Dein Hund Zimt, dann solltest Du sofort zum Tierarzt gehen! Zimt enthält Cumarin-Verbindungen und die können die Blutgerinnung hemmen. Das kann schnell zum Tod führen. Es reichen schon kleine Mengen (zum Beispiel in Plätzchen) um eine Lebensgefahr auszulösen. 

Symptome: Reizungen der Schleimhaut, Benommenheit, Erbrechen

Gefahr: Tod

Tannennadeln

Hunde kommen recht einfach an Tannennadeln, wenn Du einen Christbaum zu Hause hast. Die Nadeln enthalten aber ätherische Öle, die möglicherweise die Nieren und die Leber schädigen können.

Symptome: Abmagerung, Koliken, Lichtempfindlichkeit, Schwitzen, starkes Hecheln

Gefahr. Leber- und Nierenschäden

Knochen aus Essensresten

Von der Weihnachtsgans ist noch was übrig? Grundsätzlich spricht nichts dagegen Deinem Hund Gänsefleisch zu geben. Du musst aber sämtliche Knochen vorher entfernen. Geflügelknochen splittern und können nicht nur die Mundhöhle des Hundes empfindlich verletzen, falsch verschluckt führen die Splitter zu Verletzungen der Speise- und Luftröhre. 

Symptome: Atemnot

Gefahr: Ersticken, Darmverletzungen

Gefahren für Hunde zu Weihnachten pin